<![CDATA[Tatzes Merchandise und Review Blog]]> 60 Sat, 16 Sep 2017 15:23:50 CEST <![CDATA[Akira (Manga)]]> "Akira" Band 1 bis 6 - komplett

 

Eckdaten:

Originaltitel: Akira

Titel auf Japanisch: アキラ

Story & Zeichnungen: Katsuhiro Otomo

Verlag: Carlsen

Erscheinungsdatum: 4/1991 bis 1/1996 (in Japan 12/1982 bis 6/1990)

Preis: zwischen 19,90€ und 22,90€

ISBN: 978-3-551-74521-7

Anzahl der Bände: 6 (abgeschlossen)

 

Über den Manga/Mangaka:

Akira ist wohl einer der bekanntesten Manga auf dem deutschen Markt – selbst wenn ihn nicht jeder selbst gelesen hat, sagt einem bestimmt der Titel etwas, oder man hat die dicken Telefonbuchbände vielleicht mal im Laden gesehen.

Doch vorweg ein paar Worte zum Meister hinter der Geschichte:

Das Cover des ersten Bandes

Katsuhiro Otomo wurde am 14.4.1954 in Hasama in der Präfektur Miyagi geboren. Er widmete sich direkt nach seinem Schulabschluss dem Mangazeichnen und zog nach Tokyo. Viele kleine Kurzgeschichten wurden bereits von ihm in Magazinen veröffentlicht, doch den ersten Durchbruch in Japan hatte er 1980 mit Das Selbstmordparadies, welcher bei uns beim Alpha Verlag in drei großformatigen Bänden erschien. Von seinen vorangegangen Geschichten erschienen noch Der Feuerball und Begraben im Sand bei uns und zeigten damit, dass seine Werke durchaus Beliebtheit haben.

1982 widmete er sich dann seinem bekanntesten und längsten Werk: Akira. Er erhielt 1984 dafür den Kodansha-Manga-Preis und beendete die Serie 1990. Nach diesem Werk war sein Durchbruch in Japan endgültig geschafft und auch im Westen kam er damit zu Anerkennung. Als der Film adaptiert wurde schrieb er selbst das Skript und führte Regie.

Direkt im Anschluss an Akira begann er die Serie Sarah welche ebenfalls bei Carlsen in großformatigen Bänden erschienen und inzwischen ebenfalls recht rar ist.

Leider kamen seine anderen Werke nicht mehr zu uns, obwohl er immer noch fleißig zeichnet, wenn auch meist kürzere Geschichten – allerdings haben es noch ein paar seiner Werke in die USA geschafft.

Die Rückseite des Manga

Mit Akira etablierte sich Anfang der 1990er Jahre der Manga-Markt in Deutschland erst richtig – das merkt man noch daran, dass der Manga gespiegelt wurde, wie andere Werke aus dieser Zeit (Appleseed, What’s Michael, ...), doch das war nicht allein die Entscheidung von Carlsen. Das japanische Studio von Katsuhiro Otomo beschloss, dass der Manga in westlicher Leserichtung mehr Erfolg haben würde, als in japanischer; und so spiegelten sie den Manga höchst selbst und gaben das als Vorlage für den Manga in den Westen weiter.

Der Manga erschien damals in einer 19bändigen und komplett farbigen Ausgabe, die auf dem Erfolg des Films basierte und extra für den westlichen Markt produziert wurde – so kam diese Version bereits 1987 in den USA auf den Markt und folgte bei uns einige Jahre später. Inzwischen ist diese Ausgabe, obwohl damals kein großer Erfolg, längst vergriffen und es tummeln sich jetzt seit etwa 2000 die schwarz-weißen Ausgaben der „Telefonbücher“.

Im Dezember 2016 veröffentlichte Carlsen zum 25jährigen Jubiläum von Akira in Deutschland die farbige Gesamtausgabe als limitierte Box mit Postkarten und einer Tragetasche.

Auch in den USA erscheint demnächst (Ende Oktober) das 35th Anniversary Box Set und beinhaltet ebenfalls alle Bände als farbige Hardcoverausgabe; bei liegt dem Set auch ein Aufnäher.

 

Durch die doch recht große Beliebtheit des Manga hat man keinerlei Schwierigkeiten die Bände in neuem oder gebrauchtem Zustand zu bekommen.

 

Inhalt:

38 Jahre nach einer gigantischen Explosion, die ganz Tokyo zerstörte und die der Auslöser für den dritten Weltkrieg war, ist die Welt immer noch mit dem Aufbau beschäftig.

In Tokyo sind Kaneda und seine Kumpels gerne mit dem Motorrad in der alten Stadt unterwegs und erkunden das Gebiet – dabei werden fleißig Rennen gefahren, Drogen konsumiert und gefährliche Situationen heraufbeschworen, denn die Polizei und das Militär haben das gesamte Gebiet für die Öffentlichkeit abgeriegelt.

Eine Explosion zerstört in den 1990er Jahren ganz Tokyo Kaneda und seine Kumpels fahren gerne Rennen in dem alten Teil von Tokyo

Eines Nachts, als sie wieder dort unterwegs sind, begegnet ihnen auf der Rückfahrt nach Neo-Tokyo mitten auf der Straße ein seltsamer Junge – Tetsuo muss dem Jungen ausweichen und verunglückt dabei mit seinem Motorrad. Schwer verletzt wird er vom Militär in ein Krankenhaus gebracht und Kaneda der den seltsamen Jungen zur Rede stellen will sieht wie dieser verschwindet.

In der Schule bekommen Kaneda und seine Jungs einen Tadel – für die Gruppe nichts Neues – und auf die Frage in welchem Krankenhaus Tetsuo sei scheint niemand so recht bescheid zu wissen; also bleibt ihnen nur übrig abzuwarten.

Tetsuo muss einem seltsamen Jungen ausweichen und wird deswegen schwer verletzt

Abends treffen sie sich immer in einer Kneipe und als sie dort einen unbekannten und leicht dubios wirkenden Typen sehen, zu dem kurz darauf ein Mädchen in ihrem Alter stößt, fragen sie sich wer die beide sein könnten. Bei einem Anmachversuch seitens Kanedas bekommen sie von den beiden eins auf die Rübe und beginnen sie dann zu verfolgen. So treffen sie wieder auf den seltsamen Jungen, der eher wirkt als wäre er ein alter Mann – seine Haare sind weiß und Gesicht und Hände von Falten gezeichnet.

In einer Bar treffen die Jungs auf einen dubiosen Kerl und eine unbekannte Schönheit Kaneda & Co. verfolgen die beiden und treffen so wieder auf den seltsamen Jungen

Der Junge fühlt sich in die Ecke gedrängt und plötzlich beginnen Scheiben zu springen und Häuserteile einzubrechen – so stellt sich heraus, dass das Mädchen und der Mann nach diesem Jungen suchen; und als das Militär auftaucht flüchten Kaneda, die beiden und der seltsame Junge gemeinsam. Es stellt sich heraus, dass der Junge besondere Fähigkeiten hat und vom Militär gesucht wird. Ryu und Kei – so die Namen des Mannes und seiner jüngeren Schwester – hatten den Jungen befreit und wollen ihn jetzt beschützen. Kaneda flüchtet gemeinsam mit ihnen durch die Kanalisation, doch sie werden von einem zähen Colonel verfolgt. Ryu, Kei und Kaneda können schließlich entkommen, doch der Junge wird vom Militär geschnappt.

Der Junge hat scheinbar übersinnliche Fähigkeiten Ryu hat nach dem Jungen ebenfalls gesucht

Nach diesem Abenteuer taucht auch plötzlich Tetsuo wieder auf, doch er hat sich verändert – er ist aggressiv und zettelt überall Streit an, so auch mit Kaneda. Es stellt sich heraus, dass das Militär – allen voran der Colonel – Tetsuo suchen und etwas mit seiner Veränderung zu tun haben. Parallel bekommt man auch einen Blick auf weitere greise Kinder in der Obhut des Colonels und seinen Leuten zu sehen.

Tetsuo kehrt verändert zu den anderen zurück Der Colonel hat noch mehr so greise Kinder unter sich

Erneut trifft Kaneda auf Ryu und Kei und als der Colonel auch hinter ihnen her ist, bleibt nur eine erneute Flucht. Zum ersten Mal wird Kaneda mit dem Namen „Akira“ konfrontiert, jedoch ist bis dahin noch völlig unklar was sich dahinter eigentlich verbirgt.

 

Was steckt hinter Tetsuos Veränderung und wer sind diese seltsamen gealterten Kinder, die übersinnliche Fähigkeiten zu haben scheinen? Kann Kaneda dem Colonel entkommen und in Erfahrung bringen um was es sich bei „Akira“ handelt?

Das und mehr erfahrt ihr in dem epischen actiongeladenen Werk, das Sci-Fi, Psychodrama und übernatürliche Kräfte in sich vereint.

 

Eigene Meinung:

Akira war für mich lange ein Manga um den ich – mehr oder weniger – unbewusst einen Bogen gemacht habe, dabei ist die Geschichte sehr spannend. Ich hatte jedoch in meiner Anfangszeit der Manga (Ende der 1990er Jahre) eher andere Interessen beim Lesen und der Preis war auch so eine Sache gewesen, also schob ich den Kauf dieses Epos lange Zeit vor mir her und beschloss erst ihn mir zu holen nachdem ich mir den Film angeschaut und für sehr gut befunden hatte.

Zu sagen, dass die Geschichte nur von Kaneda, Tetsuo und diesem ominösen „Akira“ handeln würde, wäre zu primitiv ausgedrückt und gibt bei weitem nicht wider, was man in den etwa 2000 Seiten der 6 dicken Bände alles erfährt. Da gibt es diverse Stränge zu lesen, eine ganze Menge an Informationen zu verdauen und eine Vielzahl an Charakteren die mitmischen. Kaneda ist zwar der Hauptcharakter, aber doch nur einer von vielen – die Veränderung einiger Charaktere kann man sehr gut sehen und auch was wiederum ihre Aktionen mit sich bringen.

Ich denke man muss dieses Werk einfach selbst gelesen haben um zu sehen, was es alles in einem bewirken kann – mich stimmt der Manga jedenfalls nachdenklich über so Sachen wie Tests an Menschen, übersinnliche Fähigkeiten, Waffen usw.

 

Zeichnerisch sieht man dem Manga an, dass er zu den Älteren gehört, doch das tut weder dem Auge noch der Geschichte einen Abbruch – im Gegenteil sogar die Geschichte ist nach wie vor modern und könnte jederzeit wieder in einem Sci-Fi-Werk thematisiert werden, bzw. Themen wie übersinnliche Kräfte u.a. werden ja sehr häufig verarbeitet, nicht nur im Bereich Anime und Manga.

Otomo hat zwar einen – für diese Generation an Manga – recht typischen Stil, dennoch hat er Wiedererkennungswert; ebenso seine Charaktere. Er nutzt viele einzelne Striche zur Darstellung von Schatten, Falten, Verletzungen etc. – es wird aber auch viel mit Schatteneffekten gearbeitet um Stimmungen und Szenen besser hervorzuheben (in der farbigen Ausgabe kommt das natürlich alles anders rüber).

Der Manga hat einen sehr guten Spannungsaufbau und ist entsprechend gut zu lesen – eine actiongeladene Szene jagt quasi die andere, doch auch in den ruhigeren Szenen langweilt man sich nicht, da man eine Menge an Informationen aufzunehmen hat.

Das Paneling ist sauber, ich möchte fast schon sagen „steril“, und obwohl die Szenen manchmal schnell springen, so ist man doch geistig immer recht fix an Ort und Stelle.

 

Druck und Bindung sind bei diesem Werk ausgesprochen gut gelungen – der Leim schafft es problemlos das Volumen des Werkes aufzufangen und man hat nicht direkt Lesefalten am Rücken (kommt natürlich auch darauf an wie man es behandelt ;) ). Die Farbseiten am Anfang jedes Bandes kommen auf dem satinierten glänzenden Papier sehr gut raus und auch der Rest des Manga lässt da wenig Platz für Meckereien offen.

 

Wie weiter oben schon geschrieben: man sollte den Manga eigentlich selbst lesen um zu wissen, was er in einem auslösen kann. Demnach möchte ich für Leute, die mit sich hadern, erst mal den Film ans Herz legen, denn wenn dieser euch überzeugt, dann tut es der Manga erst recht. Allen anderen, die auf die eingangs erwähnten Genre stehen (und/oder den Film schon kennen), kann ich den Manga nur sehr ans Herz legen – nicht nur weil er ein Klassiker auf dem deutschen Markt ist, sondern weil er selbst überzeugt und zum Denken anregt.

 

Deswegen bekommt der Manga von mir 4 von 5 Kindern mit übersinnlichen Kräften =)

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Mon, 11 Sep 2017 14:49:29 CEST <![CDATA[Vagabond (Manga)]]> "Vagabond" Band 1 bis 37 - bis dato komplett

 

Eckdaten:

Originaltitel: Vagabond

Titel auf Japanisch: バガボンド

Story: zum Teil Eiji Yoshikawa, zum Teil Inoue Takehiko

Zeichnungen: Inoue Takehiko

Verlag: Egmont

Erscheinungsdatum: seit 6/2002 (in Japan seit X/1998)

Preis: 6,50€ (steigert sich bei den späteren Bänden auf bis zu 8,50€)

ISBN: 978-3-89885-660-7

Anzahl der Bände: 37 (pausiert)

 

Über den Manga/Mangaka:

Die Story von Vagabond basiert auf dem Roman Miyamoto Musashi von Eiji Yoshikawa (*11.8.1892; †7.9.1962), der eine recht freie Biografie über den Samurai aus dem 16. Jahrhundert ist – nicht alle Erlebnisse sind demnach belegt bzw. so geschehen, ebenso sind die Personen die darin vorkommen nicht alle existent gewesen. Einzig Musashi, der Mönch Takuan, Sasaki Koujiro und einige andere sind historisch belegte Personen.

Eiji Yoshikawa schrieb einige historische Romane und gehört zu den bekanntesten Schriftstellern in Japan. Sein Werk Musashi wurde u.a. auch ins Deutsche und Englische übersetzt.

Das Cover des ersten Bandes

Inoue Takehiko hatte es sich zur Aufgabe gemacht das Meisterwerk von Yoshikawa zu einem Manga zu machen und widmet sich bereits seit 20 Jahren (mit einigen Unterbrechungen) dem jungen Musashi.

Geboren wurde Takehiko am 12.1.1967 in Okuchi in der Präfektur Kagoshima. Er arbeitete als Assistent für Tsukasa Hojo (u.a. City Hunter und Cat’s Eye/Katzenaugen bzw. Ein Supertrio) und hatte 1988 mit Purple Kaede sein Debüt. Seine erste richtige Serie war 1989 Carmeleon Jail.

Von 1990 bis 1996 widmete er sich einem seiner größten Werke: Slam Dunk, in dem er seine Liebe zu Basketball verewigte. Die Serie bekam 31 Bände und wurde auch als Anime verfilmt – bei uns erschienen die ersten acht Bände bei Panini, wurde dann aber leider wegen mangelnder Verkaufszahlen eingestellt.

Er zeichnete auch einige kürzere Geschichten, wie Baby Face, Buzz Beater (ebenfalls ein Basketball-Manga), Piercing und wirkte in der Anthologie Adidas Manga Feaver mit.

1998 startete er dann Vagabond und widmete die folgenden Jahre dem jungen Samurai. Mit einigen Unterbrechungen (und einer bereits seit 2015 andauernden Pause) bekam die Serie bisher 37 Bände zusammen und erfreut sich in Japan großer Beliebtheit; er wurde dafür 2002 sogar mit dem Osamu Tezuka Culture Award ausgezeichnet. Bei uns ist der Manga eher ein Geheimtipp, denn offenbar läuft das Samurai-Genre nicht ganz so gut und die Serie bekam mit den späteren Bänden nur noch eine einzige Auflage.

2001 startete Takehiko mit Real erneut einen Basketball-Manga, der bisher 14 Bände hat und ebenfalls noch läuft; leider aber auch ebenfalls pausiert. Dieser Manga behandelt Basketball mal anders und fokussiert sich auf Menschen die im Rollstuhl spielen.

Nebenbei hat er für das Spiel Lost Odyssey das Charakterdesign entworfen.

Einige der Pausen entstanden durch Stress, bzw. Krankheit bei Takehiko; die jetzige Pause macht er allerdings, weil er die Geschichte des Manga nicht forcieren möchte – er möchte sich damit Zeit lassen und erst wieder zeichnen, wenn er sich dazu bereit fühlt. Schade (und auch etwas ärgerlich) für die Fans, aber ändern kann man es ja leider nicht.

Die Rückseite des Manga

Durch die kleineren Auflagen des Manga bekommt man etwa die Hälfte der Serie noch zum Neupreis, der Rest jedoch ist nur noch gebraucht und teilweise zu horrenden Preisen zu erstehen (besonders die Bände 34 und 35 betrifft das, die teilweise nirgends mehr verfügbar sind).

In den USA wird der Manga von VIZ Media verlegt und bekommt in der sog. VIZBIG Edition, die je drei Bände enthält, sogar eine weitere Veröffentlichung – wer sich also an der englischen Sprache nicht stört, sollte bei Neuanfang der Serie evtl. darauf zurückgreifen.

 

Inhalt:

Der 17jährige Takezo erwacht nach der Sekigahara-Schlacht auf dem Schlachtfeld und ist einer der wenigen Überlebenden. Zufällig stößt er auf seinen Freund Matahachi, der ebenfalls mit in die Schlacht gezogen war, und gemeinsam wollen sie sich auf den Nachhauseweg in das Dorf Miyamoto machen.

Takezo liegt auf dem Schlachtfeld Sein Freund Matahachi hat ebenfalls überlebt

Der Heimweg ist allerdings alles andere als einfach, denn die gegnerische Partei sucht nach Überlebenden um sie zu töten und natürlich werden die beiden jungen Krieger mit solchen feindlichen Samurai konfrontiert. Takezo, der schon immer ein wilder und kämpferischer Bursche war, verteidigt sie gegen solche Samurai und verletzt, müde und hungrig schleppen die beiden Freunde sich weiter.

Samurai der gegnerischen Armee suchen nach Überlebenden und jagen sie Doch Takezo weiß sich zu wehren

Takezo macht sich selbst und seinem Freund Mut und sie beschließen starke Krieger zu werden. Als sie fast am Ende sind werden sie von Okou und ihrer Tochter Akemi aufgelesen und versorgt. Sie bleiben eine Weile bei den beiden und erfahren so, dass diese sich bei den Toten an Waffen und Rüstungen bedienen und sie verkaufen.

Nach ein paar Tagen des Ausruhens möchten die beiden jungen Männer eigentlich weiterziehen, doch Okou versucht sie – besonders Takezo – zu bezirzen um sie am Gehen zu hindern. Als der Bergsamurai Tsujikaze Tenma bei der Hütte auftaucht und Okou und Akemi bedroht beschließen Takezo und Matahachi ihn auszuschalten. Sie töten viele seiner Männer und Takezo erschlägt Tenma. Doch Okou ist wenig begeistert, denn sie fürchtet die Rache von Tenmas kleinem Bruder Kohei.

Takezo macht sich selbst Mut um stärker zu werden und zu überleben Bei Okou und Akemi finden die beiden jugnen Männer Unterschlupf

Matahachi beschließt schließlich ins Dorf zurück zu kehren doch Takezo möchte durchs Land ziehen und stärker werden. Jedoch durchkreuzen die Leute von Tsukijaze erst mal ihren Plan und während Takezo sich gegen die Gruppe durchsetzt verschwindet Matahachi heimlich mit Okou und Akemi.

Bevor Takezo seinen Plan, durchs Land zu ziehen wahr macht, macht er jedoch erst einen Abstecher in seinem alten Heimatdorf. Er will Matahachis Mutter wissen lassen, dass ihr Sohn überlebt hat; zu blöd, dass die alte Schachtel ihn auf den Tod nicht ausstehen kann und sämtliche Leute auf ihn hetzt.

Takezo denkt oft an seine Kindheit und seinen Vater zurück, der ebenfalls Samurai war Takezo kann sich gegen die Bergsamurai von Tsujikaze Tenma, und Tenma selbst, behaupten

Takezo muss sich also alleine durch den Wald schlagen und versucht zu überleben. Er trifft dabei auf seine Kindheitsfreundin und Matahachis Verlobte Otsu, sowie auf den Mönch Takuan; beide sind Schlüsselfiguren zu seiner Weiterentwicklung zu Musashi.

Doch kann Takezo dem Zorn der alten Frau entkommen? Kann er seinen inneren Kampf gegen seinen Vater gewinnen und sich seinem Ziel „Unter dem Himmel kein Zweiter“ nähern? Das und viel mehr erfahrt ihr in Vagabond.

 

Eigene Meinung:

Vagabond ist einer meiner absoluten Favoriten unter den Manga schlechthin und begleitet mich seit knapp nach dem Release des ersten Bandes. Damals war er mit seinen 6,50€ einer der teuersten Manga in meiner Sammlung (das meiste hatte bis dato 9,95DM bzw. dann 5€ gekostet), hat jedoch mit seinen Farbseiten immer gepunktet; und war es einfach von der Story und dem Zeichenstil her für mich wert.

 

Die Verwandlung von Takezo zu Musashi ist vielschichtig und erst der Anfang einer langen Reise zu einem der größten Krieger, der je gelebt hat – mit dem ersten Band kratzt man nur oberflächlich an der Person des Musashi und seinem Werdegang als Rounin, allerdings wollte ich auch nicht zu viel verraten und beschränkte mich daher lediglich auf die Ereignisse des ersten Bandes.

Inoue Takehiko hielt sich anfänglich noch genau an Yoshikawas Roman, lockerte das aber später zusehends und nahm sich mehr Freiheiten bei den Charakteren und Geschehnissen.

 

Takehiko hat einen ganz speziellen Zeichenstil und arbeitet nicht nur mit Federn, sondern auch mit Pinseln, was dem Manga einen ganz speziellen Touch gibt und ihn – neben dem Zeichenstil – zu etwas ganz besonderem macht.

Der Manga hat einen guten Spannungsaufbau, auch wenn es Phasen zwischendrin gibt die dem Leser langweiliger vorkommen mögen weil Musashi sich in „Denk-Phasen“ befindet. Das Paneling ist sauber und lässt keine Fragen für Zeit- und Ortswechsel offen, ebenso hat jeder Charakter auch seinen Wiedererkennungswert.

Takehiko setzt viele Striche für Schattierungen und auch Haare ein, weiß aber auch die Rasterfolien gut zu nutzen und nicht nur auf Schwarz und Weiß zu setzen. Die Farbseiten, die mit Aquarell gemalt werden, stechen besonders hervor und laden zum Bewundern ein.

 

Ich hatte ja mal bereits vor längerer Zeit ein Review zu den beiden Artbooks Sumi und Water von Inoue Takehiko gemacht, die sich genau mit dem Thema Tusche bzw. Aquarell befassen – beides sehr schöne und kraftvolle Werke zu Vagabond.

 

Der Manga überzeugt auch in Druck und Bindung, auch wenn es sehr schade ist, dass ab dem 22. Band keine Farbseiten mehr erschienen sind. Manch einer regt sich dann über die steigenden Preise auf, doch man muss immer bedenken, dass auch die Produktion teurer wird. Den Farbseiten trauere ich allerdings sehr nach; ich persönlich hätte gerne auch mehr für den Manga bezahlt, wenn wir statt dessen weiterhin Farbseiten bekommen hätten.

Trotzdem wurde der Manga gut verarbeitet und auch das Layout des Umschlags orientiert sich am japanischen Original.

 

Den Manga kann ich eigentlich jedem Fan von historischen Geschichten und Samurai empfehlen (gerade von letzteren haben wir auf dem deutschen Markt nicht gerade viele), aber auch Leuten die einen guten Zeichenstil schätzen – leider stürzt man sich inzwischen mit der deutschsprachigen Ausgabe bei manchen Bänden in den Ruin, aber er ist es allemal wert!

 

Deswegen bekommt der Manga von mir 5 von 5 Rounin =)

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Mon, 04 Sep 2017 18:25:39 CEST <![CDATA[Record of Lodoss War: Lady von Pharis (Manga)]]> "Record of Lodoss War: Lady von Pharis" - Band 1 & 2 (komplett)

 

Eckdaten:

Originaltitel: Lodoss Tousenki: Pharis no Seijo

Titel auf Japanisch: ロードス島戦記 ファリスの聖女

Story: Ryo Mizuno

Zeichnung: Akihiro Yamada

Verlag: Carlsen

Erscheinungsdatum: 6/2005 bis 8/2005 (in Japan 5/1994 bis XX/199X)

Preis: 12€

ISBN: 978-3-551-76183-3

Anzahl der Bände: 2 (abgeschlossen)

 

Über den Manga/Mangaka:

Über den Autor – Ryo Mizuno – werde ich an dieser Stelle nichts mehr sagen; wer mehr wissen möchte kann bei meinem Review Die graue Hexe nachlesen =)

 

Diesmal führte Akihiro Yamada die Feder für das Werk von Ryo Mizuno.

Geboren ist er am 10. Februar 1957 in Kochi auf der Insel Shikoku, wo er auch lebt. Zwischenzeitlich wohnte er mal in Kyoto, wo er an der Seika Universität als Gastprofessor war.

Sein Debüt hatte er im März 1981 mit Padan padan. In den 1980ern und 90ern zeichnete er einige Manga aus den verschiedensten Genre, darunter Last Continent, Beniiro Majutsu Tanteidan, Bamboo House, Ningyo Henshou und Beast of East: Touhou Meimaroku. Des weiteren zeichnete er den Manga zu Fuyumi Onos Novelserie Juuni Kokki, welcher bei uns unter dem Titel Die zwölf Königreiche erschien jedoch nicht beendet wurde.

Er arbeitete auch oft als Charakterdesigner, u.a. beim Anime RahXephon und bei diversen Videospielen wie Black Rainbow, Might and Magic, Wizardry, Front Mission und Fire Emblem Heroes.

Leider erschienen bei uns außer Lady von Pharis und Die zwölf Königreiche keine weiteren Werke von ihm, dabei ist sein Zeichenstil – für mich persönlich – etwas ganz besonderes, da er sich vom Einheitsbrei abhebt.

Das Cover des ersten Bandes

Lady von Pharis startete bereits 1994 und war damit der erste Manga zum Lodoss-Universum. 2001 bekam der Manga eine schöne Neuauflage, welche die Vorlage für die bei uns erschienenen Bände sind. 2015 kam in Japan sogar noch mal eine Komplettversion in einem Band heraus.

Zeitlich spielt der Manga etwa 30 Jahre vor den Geschehnissen von Die graue Hexe und bildet damit den Einstieg. Warum ich es als letztes reviewe? Na, das Beste kommt doch bekanntlich zum Schluss ;)

 

Die beiden Bände sind inzwischen etwas rarer geworden – in gutem oder neuwertigem Zustand muss man etwas mehr als Neupreis hinblättern, aber der Manga ist es allemal wert.

Die Rückseite des Manga

 

Inhalt:

Im Herzogtum Moss, welches im Südwesten der Insel Lodoss liegt, beschwört der machtgierige Herrscher von Skard eine böse Präsenz in Form einer nackten Frau. Mit ihrer dämonischen Hilfe möchte er ganz Lodoss beherrschen, doch zum Dank tötet sie ihn und ist nun frei. Sie lässt ihre dämonischen Horden über die Insel einfallen.

Die Legende um die Insel Lodoss... Der Herzog von Skard beschwört die bösen Götter

Die junge Priesterkriegerin Flaus kämpft unerbittlich gegen die Dämonen und trifft dabei auf den Söldner Beld und den Zauberer Worth, die Dämonen gegen Kopfgelder töten und deren Köpfe nach Kanon bringen. Flaus macht ihnen das Angebot mit ihr eine Aufgabe zu erfüllen die vom Kloster von Pharis gut entlohnt werden würde und somit schließen sie sich ihr an. Beobachtet werden die drei von einer geheimnisvollen Kriegerin, die sich nicht zu erkennen geben möchte.

Flaus kämpft gegen die Dämonen Sie ist die Anführerin der Priesterkrieger von Pharis Beld und Worth helfen ihr beim Kampf gegen einen Oberdämon

Flaus bringt Beld und Worth mit nach Roid, der Hauptstadt von Valis, wo sie dem Bischof berichtet, was bisher geschehen ist. Kurz darauf lernen sie Fawn kennen, den Anführer der heiligen Ritter von Valis – dieser hat die Aufgabe die heiligen Waffen, welche gestohlen worden sind, zurück zu bringen und heuert wiederum dafür Flaus und ihre beiden Söldner an. Im Gegenzug verspricht er, beim König um eine Armee gegen die Dämonen zu bitten.

Die drei werden von einer geheimnisvollen Kriegerin beobachtet Flaus und die anderen lernen Fawn kennen

Zusammen reisen sie nach Alan, der Hauptstad von Alania, dort will Worth mit Hilfe eines magischen Kristalls mehr herausfinden. Während er zur Schule der Erkenntnis geht, taucht in der Stadt vor den Augen der anderen plötzlich ein verwundeter Zwerg auf; es ist Flaibe, König der Zwerge.

Flaibe, der König der Zwerge, tacht plötzlich in Alan auf

Die Priesterin Neese aus dem Tempel der Göttin Marfa hat die Botschaft über Flaibe auch gehört und geht mit der mysteriösen Kriegerin mit nach Alan.

Flaibe erzählt Neese und den anderen was passiert ist und bittet sie um Hilfe, denn unter dem steinernen Königreich der Zwerge befinden sich Tunnel aus denen die Dämonen frei herauskommen können.

Die geheimnisvolle Kriegerin bringt Neese nach Alan

Gemeinsam macht sich das neue Team auf um zuerst die heiligen Waffen zurück zu erlangen und sich danach um die Dämonen zu kümmern. Doch gelingt ihnen das alles? Können sie die gerufene Göttin der Verwirrung besiegen? Wer steckt hinter der maskierten Kriegerin? Und kann Lodoss, das auch unter den Kriegen der eigenen Herrscher zu leiden hat, dem Frieden wieder näher kommen?

 

Eigene Meinung:

Mit diesem Manga geht die (in Deutschland erhältliche) Reihe des Lodoss-Universum zu ende – auch wenn dieser Manga der erste der Reihe war, habe ich das Review bewusst ans Ende gesetzt. Nicht nur weil er mein persönlicher Favorit ist, sondern auch weil man ihn – meiner Meinung nach – besser genießen kann, wenn man das vorherige Wissen schon hat. Natürlich kann man sagen „Hey, ich fang doch lieber chronologisch richtig an.“ – klar, das bleibt jedem selbst überlassen; ich für meinen Teil habe aber sehr genossen das Vorwissen auf den alten Manga anwenden zu können. So bekommt man einen ganz anderen Blick auf die Charaktere, die man ja durchaus schon aus Die graue Hexe und Die Chroniken von Flaim kennt. Gemeint sind hier natürlich Beld, Worth und Fawn, aber auch andere Charaktere wie Karla/Karlla, Vagnado/Vagnard und Neese, die zwar eher am Rande vorkommen, aber immerhin schon eine Rolle in der Geschichte von Lodoss spielen.

Man sieht bereits hier, dass auch wieder Namen geändert wurden, allein Pharis, welches in den bisherigen Manga immer „Faris“ geschrieben wurde, ist eine Änderung – jedoch empfinde ich diese als nicht ganz so tragisch.

 

Der Manga selbst ist spannend aufgebaut und gezeichnet, lässt vom Paneling her keine Zeit- und Ortsfragen offen und ist auch vom Zeichenstil her ein Augenschmaus. Akihiro Yamada hat seinen Fantasy-Stil gut drauf und bringt ihn hier sehr gut rüber; das wird auch in Bildern die im mittelalterlichen Stil der Romanik gehalten sind sehr schön untermalt. Manche Szenen sind sehr strichlastig, was die Schattierung angeht, so dass man oft einen Bartschatten sehen könnte, wo eigentlich keiner sein soll – trotz allem ist der Stil sehr detailliert und verzichtet weitestgehend auf Rasterfolie; es wird eher auf klares Schwarz und Weiß gesetzt.

 

Bei diesem Manga bin ich mit Druck und Bindung wieder höchst zufrieden: es wurde bei der Umschlaggestaltung die japanische Version der Neuauflage von 2001 verwendet. Die Farben des Umschlags und der Farbseiten kommen sehr gut rüber und auch der Inhalt wurde sauber gedruckt.

 

Diesen Manga möchte ich allen empfehlen, die einfach Fantasy oder schlichtweg Lodoss mögen. Er ist sowohl als Einstieg gut geeignet, als auch als weiterführende Lektüre zu Lodoss. Für mich persönlich der beste Manga zu dem Fantasy-Epos.

 

Deswegen bekommt der Manga von mir 5 von 5 Priesterkriegerinnen =)

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Fri, 25 Aug 2017 18:04:25 CEST <![CDATA[Record of Lodoss War: Deedlit (Manga)]]> "Record of Lodoss War: Deedlit" - Band 1 & 2 (komplett)

 

Eckdaten:

Originaltitel: Lodoss Tousenki: Deedlit Monogatari

Titel auf Japanisch: ロードス島戦記―ディードリット物語

Story: Ryo Mizuno

Zeichnung: Setsuko Yoneyama

Verlag: Carlsen

Erscheinungsdatum: 6/2002 bis 8/2002 (in Japan 9/1998 bis 12/1998)

Preis: 6€

ISBN: 978-3-551-76181-7

Anzahl der Bände: 2 (abgeschlossen)

 

Über den Manga/Mangaka:

Über den Autor – Ryo Mizuno – werde ich an dieser Stelle nichts mehr sagen; wer mehr wissen möchte kann bei meinem Review Die graue Hexe nachlesen =)

Das Cover des ersten Bandes

Gezeichnet wurde der Shoujo-Manga diesmal von Setsuko Yoneyama. Über sie privat ist leider fast nichts bekannt – offenbar war Deedlit einer ihrer ersten Manga, denn alle weiteren Werke sind offenbar danach entstanden. Ihre meisten Werke sind den Genre Shoujo, Josei und auch Comedy zuzuordnen – darunter einzelne Kurzgeschichten zu Arcana, einer Kurzgeschichtensammlung diverser ZeichnerInnen, in den Jahren 2006 und 2008. 2007 startete sie die Serien Shuushuu Taishitsu und Absorb; Ability. 2009 kam dann noch Majyo Rin dazu. Natürlich zeichnete sie noch ein paar Sachen mehr, aber generell sind ihre Werke im Westen nicht so bekannt und bis auf Deedlit hat es auch nichts in den deutschsprachigen Raum geschafft.

Die Rückeite des Manga

Auch Deedlit startete im selben Jahr wie Die graue Hexe und Die Chroniken von Flaim – so war also ein Teil der Geschichten von Ryo Mizuno schon abgedeckt; und mit Deedlit dann sogar die Shoujo-Sparte.

Zeitlich kann man die fünf Kurzgeschichten aus den beiden Bänden sowohl vor Die graue Hexe setzen, als auch in den Zeitraum von Die Chroniken von Flaim – es wird also aus einigen Phasen von Deedlits Lebens etwas erzählt.

Die Farbseiten kommen sehr gut raus

Die beiden Bände kann man gebraucht noch sehr gut erstehen, wie der Zustand ist, ist dann allerdings fraglich, jedoch sind die Preise erschwinglich bis günstig.

 

Inhalt:

Die erste Geschichte setzt in den Wirren des Krieges zwischen Marmo und den anderen Königreichen ein, und Parn und Deedlit wollen ein von Feinden besetztes Dorf befreien. Da taucht plötzlich ein alter Bekannter von Deedlit auf: Estas, der ebenfalls ein Hochelf ist. Seine eigentliche Aufgabe ist es Deedlit in ihr Dorf zurück zu holen, doch diese will natürlich nicht; ihre Verbundenheit und Zuneigung zu Parn hindert sie daran, außerdem möchte sie die Menschen besser verstehen.

In dieser Kurzgeschichte haben auch Slain und seine Frau einen kleinen Auftritt und mit Cecilia wird – neben Estas – ein neuer kämpferischer Charakter eingeführt. Sie wohnt in dem Dorf Zaxon, in dem auch Parn und Deedlit leben, und möchte dass Parn dem benachbarten Dorf hilft.

Deedlit bittet auch Estas um Hilfe, doch dieser weigert sich.

Können sie das benachbarte Dorf befreien und kehrt Deedlit danach mit Estas zu den Hochelfen zurück?

Parn und Deedlit finden einen verwundeten Mann aus dem Nachbardorf Deedlit ruft die Windgeister um Hilfe

In der Kurzgeschichte Der offene Wald möchten Parn und Deedlit die Bevölkerung eines Dorfes durch den Wald ohne Wiederkehr führen um sie vor den Heerscharen Marmos zu schützen; doch das ist nicht möglich ohne den Fluch des Waldes zu lösen. Deedlit geht – gemeinsam mit der Halbelfe Leaf, welche wir ja bereits aus Die Chroniken von Flaim kennen, zu ihrem Heimatdorf und versucht die Älteste davon zu überzeugen, den Fluch zu lösen. Natürlich stellen sich die Hochelfen quer und Deedlit muss sämtliche Überzeugungskraft aufbringen – doch kann sie die sturen alten Hochelfen überzeugen und kann das Dorf gerettet werden?

Zeitlich spielt diese Geschichte noch vor Die Chroniken von Flaim, da Leaf noch jünger ist.

Der Hochelf Estas ist gekommen um Deedlit zurück zu ihrem Dorf zu bringen Slain und seine Frau möchten ebenfalls helfen

Zwei weiteren Kurzgeschichte handeln von Magier aus dem alten Königreich Kastor – in der einen möchte sich einer für die Gefangenschaft im Wald rächen und lässt einen Nebel auf ihn los, der systematisch die Bäume zerstört. In der anderen möchte sich einer dafür rächen, dass er 500 Jahre im Wald ohne Wiederkehr verloren hat – in diesem Wald leben die Hochelfen und sie haben ihn mit einem Fluch belegt, der ihn und sie vor den Menschen schützt.

Können sich die Hochelfen mit den Magier einigen, oder müssen sie sie bekämpfen?

Mit Cecilia wird ein mutiges Mädchen eingeführt

Und in der letzten Kurzgeschichte ist Deedlit noch sehr jung und hat ihren ersten Kontakt mit einem Menschen. Sie stellt fest, dass es Menschen gibt, die Achtung vor dem Wald haben und nicht nur mordende und raubende Barbaren sind, wie von den anderen Hochelfen immer gesagt wird. Als sie erfährt, dass der Vater des jungen Jägers vor 15 Jahren in diesem Wald verschollen ist, versucht sie ihm zu helfen, doch gelingt ihr das auch?

Deedlit gesteht Estas, wie es um ihre Gefühle für Parn steht

Eigene Meinung:

Die niedlichen und eher weniger wirklich spannenden Kurzgeschichten richten sich eindeutig an die weibliche Leserschaft und gehen mehr auf die Gefühle von Deedlit und den anderen ein – es wird mehr als einmal deutlich, dass Deedlit und Parn einander lieben.

Neben Deedlit und Parn spielt Estas eine größere Rolle, denn er kommt in den meisten der Kurzgeschichten ebenfalls vor. Er scheint ihr generell nahe zu stehen, aber lieben tut sie nun mal Parn ;) In einer der Geschichten lernt man sogar Deedlits Eltern kennen, was ich ganz niedlich finde.

Damals haben mich die Geschichten – im Vergleich zu heute – sogar eher gelangweilt; ich muss aber gestehen, dass ich inzwischen so seichtere Shoujo-Sachen mehr lesen kann, auch wenn es generell nicht so ganz mein Ding ist. Trotzdem fand ich die beiden Bände lesenswert; die Kurzgeschichten lesen sich allgemein flott, sind aber trotzdem recht unterhaltsam. Der hübsche Zeichenstil tat da sein Übriges dazu und lies mich öfter an der einen oder anderen Szene verweilen um zu betrachten wie die Augen und Haare dargestellt wurden, oder wie die Rasterfolie eingesetzt wurde; das ist für mich also schon mal ein Pluspunkt *gg* Trotzdem kann Setsuko Yoneyama auch Kämpfe und – wenn es sein muss – Blut zeichnen.

Das Paneling war hier auch recht angenehm gestaltet und ließ kaum Fragen für Orts- und Zeitwechsel offen.

 

Bindung und Druck – besonders von den Farbseiten – sind wie immer sehr gut und lassen keinen Platz für Meckereien. Die Cover wurden aus dem japanischen Original übernommen und sind ebenfalls schön bunt und geben das Fantasy-Feeling gut wider.

 

Wer also auf seichte Romance-Kurzgeschichten aus dem Hause Lodoss steht, der macht mit Deedlit nichts falsch, auch sonst kann man in den Manga gut mal einen Blick rein werfen, weil man kaum Vorkenntnisse dafür benötigt.

 

Der Manga bekommt von mir 4 von 5 Hochelfen =)

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Mon, 14 Aug 2017 11:46:17 CEST <![CDATA[Drachentraum (Manga)]]> "Drachentraum" - Band 1 & 2 (komplett)

 

Eckdaten:

Originaltitel: Ryuu wa Tasogare no Yume o Miru

Titel auf Japanisch: 竜は黄昏の夢をみる

Story & Zeichnung: Akira Himekawa

Verlag: Egmont

Erscheinungsdatum: 10/2013 bis 12/2013 (in Japan 6/2011 bis 5/2012)

Preis: 7,50€

ISBN: 978-3-7704-8079-1

Anzahl der Bände: 2 (abgeschlossen)

 

Über den Manga/Mangaka:

Diesmal widmen wir uns einem anderen Werk, bevor es mit Record of Lodoss War weiter geht =)

Doch vorweg, wie immer etwas zum Zeichner:

 

In diesem Fall ist es das Zeichner-Duo, das unter dem Pseudonym Akira Himekawa arbeitet – bekannt vor allem durch ihre sämtlichen Manga zu The Legend of Zelda, die hierzulande bisher alle bei Tokyopop erschienen sind.

Das Duo setzt sich zusammen aus A. Honda und S. Nagano – mehr ist über die beiden auch leider nicht bekannt, außer dass ihre Zusammenarbeit 1987 begann und sie auch davor schon aktiv als Zeichnerinnen waren.

Von 1993 bis 1996 zeichneten sie einen ihrer ersten professionellen Manga: Loup Gal – parallel begannen sie 1995 The Legend of Crystania, also einen der Manga zu Record of Lodoss War – leider erschien dieser nie bei uns.

1999 starteten sie dann, nach Absprache mit Nintendo, den ersten Manga zu The Legend of Zelda – kein geringerer als Ocarina of Time. Darauf folgten in Abständen weitere Manga (dazu mehr, wenn ich mal einen der Zelda-Manga unter die Lupe nehme).

2003 und 2009 zeichneten sie jeweils einen kurzen Manga zu Astro Boy und parallel Off Road Kids, welcher bei uns ebenfalls bei Tokyopop erschien.

Zwischen den ganzen Zelda-Manga arbeiteten sie an anderen Serien, wie 556 Lab (in Kollaboration mit Yuichi Kimura; erschienen bei Tokyopop), Gold Ring und eben Drachentraum.

Seit 2016 arbeiten die beiden am nächsten Zelda-Manga: Twilight Princess, welcher noch nicht abgeschlossen ist.

Das Cover des ersten Bandes

Die beiden Zeichnerinnen sind stiltechnisch sehr wandelbar, da ist von niedlich bis cool alles dabei. Generell zeichnen sie auch gerne Tiere und Bestien, was in vielen Manga und Illustrationen zum Vorschein kommt.

 

Als Random-Fact sei noch angemerkt, dass dieser Manga zwar unter dem Pseudonym Akira Himekawa läuft, aber sich im japanischen von der Schreibweise etwas unterscheidet. Für Zelda und andere Manga nutzten sie die Schreibweise 姫川 (Himekawa) 明 (Akira) – seit Drachentraum änderten sie die Schreibweise für eigene Manga in 姫川 (Himekawa) 明月 (Akira). Schreibt sich etwas anders, spricht sich dennoch gleich aus; und sie betonten, dass dies keine Namensänderung sei, es soll sich bloß von den anderen Werken abheben. Allerdings gab es noch die weitere Änderung zu 姫川 (Himekawa) 明輝 (Akira) – also einer erneuten Änderung der Schreibweise des Namens „Akira“, die sie (laut ihrer Internetseite; himekawaartpro.com ) jetzt wohl beibehalten wollen.

 Die Rückseite des Manga

Die beiden Bände von Drachentraum kann man teilweise – je nach (kleinerem) Comicshop – noch neu erhalten, ansonsten gibt es sie gebraucht zu guten Preisen auf den üblichen Plattformen.

 

Inhalt:

20XX in Prag: Ein Wissenschaftler stiehlt einem Forschungsinstitut für das er arbeitet das Ergebnis einer von ihm entdeckten alten Spezies, die er in eine spezielle Zelle umwandeln konnte.

Prof. Hirasawa stiehlt eine seltene Zelle

Fünf Jahre später auf einer kleinen Nebeninsel von Okinawa: Kiya ist ein Junge von etwa 13 Jahren und alles andere als normal. Er ist ein sogenannter Archetyp – ein Wesen, das aus menschlichen und anderen Zellen besteht. In diesem Fall hat sein „Vater“, der Wissenschaftler der die native Zelle in Prag stahl, seine Frau das spezielle Kind austragen lassen. Kiya wächst deutlich schneller als normale Menschen und wenn er sich in seine Archetyp-Form verwandelt ist er ein Drache; der letzte Nachkomme seiner Art und das stärkste Raubtier auf Erden.

Kiya lebt ein einfaches Leben auf einer kleinen Insel, abgeschottet von der restlichen Wetl Doch seine wahre Form ist ein sog. "Archetyp" - ein Drache Der Professor und seine Tochter Koyomi wollen den Jungen beschützen

Natürlich sind auch andere hinter diesem speziellen Wesen her – so auch die Organisation Illumine, die Bestien in Menschenform, sogenannte Dikapeys, jagt. Der Trapper T.J. fängt Kiya ein und bringt ihn zu Illumine – dort soll er als sein Partner ausgebildet werden und mit ihm zusammen Dikapeys jagen.

Die Organisation Illumine ist jedoch hinter dem besonderen Wesen her Und der Trapper T.J. soll ihn einfangen Kiya setzt sich ordentlich zur Wehr

Doch auch T.J. möchte dieses „Monster“ nicht an seiner Seite haben – bei einem Kampf gegen Dikapeys hatte er seinen Partner und sein linkes Bein verloren, seit dem möchte er alleine kämpfen.

Kiya hingegen möchte nur nach Hause auf die ruhige Insel und zu seiner Familie, er verabscheut Streit und Kämpfe und möchte sich nur geborgen und geliebt fühlen.

Bei Illumine eingesperrt ist Kiya sehr unglücklich Und T.J. möchte dieses "Monster" nicht als Partner haben

Werden die beiden grundverschiedenen Charaktere miteinander auskommen? Kann Kiya von Illumine flüchten, oder muss er in Zukunft für sie arbeiten? Was verbirgt sich hinter T.J.s kühler Haltung und kann Kiya zu ihm durchdringen? Das und mehr erfahrt ihr in Drachentraum.

 

 

Eigene Meinung:

An diesem Manga hatte ich nicht nur Interesse wegen dem Zeichner-Duo, sondern auch weil er ansprechend aussieht. Leider erfüllt er – für mich – nicht die Hoffnungen, die ich dafür hatte. Was für mich als spannende Geschichte beginnt, entwickelt sich leider in einen klischeehaften Krieg zwischen Illumine und Dikapeys, doch zuerst müssen T.J. und Kiya recht langwierig aneinander gewöhnt werden und Kiya ist praktisch der „Hund“ des einbeinigen Trappers.

Da der Manga auch in Japan offenbar nicht so gut ankam, mussten Akira Himekawa ein schnelles Ende hinbasteln – sie hatten mehr mit den Charakteren vor und evtl. wäre die Geschichte noch etwas besser geworden, wenn sie nicht so abgewürgt worden wäre. Man erfährt deswegen nur im Schnelldurchlauf warum T.J. so eine kühle Fassade hat und auch der Kampf gegen den Boss einer Dikapey-Gruppe bleibt damit offen.

 

Zeichnerisch ist der Manga allerdings schön anzusehen: Kiya hat detailverliebte Augen und Körper bekommen, während bei T.J. eher auf harte Kanten und einen kühlen Stil zurückgegriffen wurde. Die Dikapeys wurden in ihren tierischen Formen auch sehr schön und flauschig dargestellt, was mir persönlich sehr gefiel. Ansonsten hat der Manga klare saubere Linien, ein schönes Paneling und auch die Rasterfolie wurde gezielt eingesetzt, ohne überladen zu wirken.

 

Was die Qualität angeht kann ich auch nicht meckern – das Lettering, Layout, Druck und Bindung wurden ordentlich gemacht und gerade letztere beide kommen sehr gut zur Geltung. Auch die Cover wurden vom japanischen Original übernommen und sind somit detailgetreu.

 

Für Fans von Fantasy gemixt mit Drama, oder Hardcore-Fans von Akira Himekawa, ist dieser Manga sicher einen Kauf wert, ansonsten empfehle ich erst einen Blick rein zu werfen – aber meine Meinung ist ja nicht verbindlich ;)

 

Der Manga bekommt von mir leider nur 3 von 5 Dikapeys =)

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