<![CDATA[Tatzes Merchandise und Review Blog]]> 60 Mon, 14 Aug 2017 11:46:17 CEST <![CDATA[Drachentraum (Manga)]]> "Drachentraum" - Band 1 & 2 (komplett)

 

Eckdaten:

Originaltitel: Ryuu wa Tasogare no Yume o Miru

Titel auf Japanisch: 竜は黄昏の夢をみる

Story & Zeichnung: Akira Himekawa

Verlag: Egmont

Erscheinungsdatum: 10/2013 bis 12/2013 (in Japan 6/2011 bis 5/2012)

Preis: 7,50€

ISBN: 978-3-7704-8079-1

Anzahl der Bände: 2 (abgeschlossen)

 

Über den Manga/Mangaka:

Diesmal widmen wir uns einem anderen Werk, bevor es mit Record of Lodoss War weiter geht =)

Doch vorweg, wie immer etwas zum Zeichner:

 

In diesem Fall ist es das Zeichner-Duo, das unter dem Pseudonym Akira Himekawa arbeitet – bekannt vor allem durch ihre sämtlichen Manga zu The Legend of Zelda, die hierzulande bisher alle bei Tokyopop erschienen sind.

Das Duo setzt sich zusammen aus A. Honda und S. Nagano – mehr ist über die beiden auch leider nicht bekannt, außer dass ihre Zusammenarbeit 1987 begann und sie auch davor schon aktiv als Zeichnerinnen waren.

Von 1993 bis 1996 zeichneten sie einen ihrer ersten professionellen Manga: Loup Gal – parallel begannen sie 1995 The Legend of Crystania, also einen der Manga zu Record of Lodoss War – leider erschien dieser nie bei uns.

1999 starteten sie dann, nach Absprache mit Nintendo, den ersten Manga zu The Legend of Zelda – kein geringerer als Ocarina of Time. Darauf folgten in Abständen weitere Manga (dazu mehr, wenn ich mal einen der Zelda-Manga unter die Lupe nehme).

2003 und 2009 zeichneten sie jeweils einen kurzen Manga zu Astro Boy und parallel Off Road Kids, welcher bei uns ebenfalls bei Tokyopop erschien.

Zwischen den ganzen Zelda-Manga arbeiteten sie an anderen Serien, wie 556 Lab (in Kollaboration mit Yuichi Kimura; erschienen bei Tokyopop), Gold Ring und eben Drachentraum.

Seit 2016 arbeiten die beiden am nächsten Zelda-Manga: Twilight Princess, welcher noch nicht abgeschlossen ist.

Das Cover des ersten Bandes

Die beiden Zeichnerinnen sind stiltechnisch sehr wandelbar, da ist von niedlich bis cool alles dabei. Generell zeichnen sie auch gerne Tiere und Bestien, was in vielen Manga und Illustrationen zum Vorschein kommt.

 

Als Random-Fact sei noch angemerkt, dass dieser Manga zwar unter dem Pseudonym Akira Himekawa läuft, aber sich im japanischen von der Schreibweise etwas unterscheidet. Für Zelda und andere Manga nutzten sie die Schreibweise 姫川 (Himekawa) 明 (Akira) – seit Drachentraum änderten sie die Schreibweise für eigene Manga in 姫川 (Himekawa) 明月 (Akira). Schreibt sich etwas anders, spricht sich dennoch gleich aus; und sie betonten, dass dies keine Namensänderung sei, es soll sich bloß von den anderen Werken abheben. Allerdings gab es noch die weitere Änderung zu 姫川 (Himekawa) 明輝 (Akira) – also einer erneuten Änderung der Schreibweise des Namens „Akira“, die sie (laut ihrer Internetseite; himekawaartpro.com ) jetzt wohl beibehalten wollen.

 Die Rückseite des Manga

Die beiden Bände von Drachentraum kann man teilweise – je nach (kleinerem) Comicshop – noch neu erhalten, ansonsten gibt es sie gebraucht zu guten Preisen auf den üblichen Plattformen.

 

Inhalt:

20XX in Prag: Ein Wissenschaftler stiehlt einem Forschungsinstitut für das er arbeitet das Ergebnis einer von ihm entdeckten alten Spezies, die er in eine spezielle Zelle umwandeln konnte.

Prof. Hirasawa stiehlt eine seltene Zelle

Fünf Jahre später auf einer kleinen Nebeninsel von Okinawa: Kiya ist ein Junge von etwa 13 Jahren und alles andere als normal. Er ist ein sogenannter Archetyp – ein Wesen, das aus menschlichen und anderen Zellen besteht. In diesem Fall hat sein „Vater“, der Wissenschaftler der die native Zelle in Prag stahl, seine Frau das spezielle Kind austragen lassen. Kiya wächst deutlich schneller als normale Menschen und wenn er sich in seine Archetyp-Form verwandelt ist er ein Drache; der letzte Nachkomme seiner Art und das stärkste Raubtier auf Erden.

Kiya lebt ein einfaches Leben auf einer kleinen Insel, abgeschottet von der restlichen Wetl Doch seine wahre Form ist ein sog. "Archetyp" - ein Drache Der Professor und seine Tochter Koyomi wollen den Jungen beschützen

Natürlich sind auch andere hinter diesem speziellen Wesen her – so auch die Organisation Illumine, die Bestien in Menschenform, sogenannte Dikapeys, jagt. Der Trapper T.J. fängt Kiya ein und bringt ihn zu Illumine – dort soll er als sein Partner ausgebildet werden und mit ihm zusammen Dikapeys jagen.

Die Organisation Illumine ist jedoch hinter dem besonderen Wesen her Und der Trapper T.J. soll ihn einfangen Kiya setzt sich ordentlich zur Wehr

Doch auch T.J. möchte dieses „Monster“ nicht an seiner Seite haben – bei einem Kampf gegen Dikapeys hatte er seinen Partner und sein linkes Bein verloren, seit dem möchte er alleine kämpfen.

Kiya hingegen möchte nur nach Hause auf die ruhige Insel und zu seiner Familie, er verabscheut Streit und Kämpfe und möchte sich nur geborgen und geliebt fühlen.

Bei Illumine eingesperrt ist Kiya sehr unglücklich Und T.J. möchte dieses "Monster" nicht als Partner haben

Werden die beiden grundverschiedenen Charaktere miteinander auskommen? Kann Kiya von Illumine flüchten, oder muss er in Zukunft für sie arbeiten? Was verbirgt sich hinter T.J.s kühler Haltung und kann Kiya zu ihm durchdringen? Das und mehr erfahrt ihr in Drachentraum.

 

 

Eigene Meinung:

An diesem Manga hatte ich nicht nur Interesse wegen dem Zeichner-Duo, sondern auch weil er ansprechend aussieht. Leider erfüllt er – für mich – nicht die Hoffnungen, die ich dafür hatte. Was für mich als spannende Geschichte beginnt, entwickelt sich leider in einen klischeehaften Krieg zwischen Illumine und Dikapeys, doch zuerst müssen T.J. und Kiya recht langwierig aneinander gewöhnt werden und Kiya ist praktisch der „Hund“ des einbeinigen Trappers.

Da der Manga auch in Japan offenbar nicht so gut ankam, mussten Akira Himekawa ein schnelles Ende hinbasteln – sie hatten mehr mit den Charakteren vor und evtl. wäre die Geschichte noch etwas besser geworden, wenn sie nicht so abgewürgt worden wäre. Man erfährt deswegen nur im Schnelldurchlauf warum T.J. so eine kühle Fassade hat und auch der Kampf gegen den Boss einer Dikapey-Gruppe bleibt damit offen.

 

Zeichnerisch ist der Manga allerdings schön anzusehen: Kiya hat detailverliebte Augen und Körper bekommen, während bei T.J. eher auf harte Kanten und einen kühlen Stil zurückgegriffen wurde. Die Dikapeys wurden in ihren tierischen Formen auch sehr schön und flauschig dargestellt, was mir persönlich sehr gefiel. Ansonsten hat der Manga klare saubere Linien, ein schönes Paneling und auch die Rasterfolie wurde gezielt eingesetzt, ohne überladen zu wirken.

 

Was die Qualität angeht kann ich auch nicht meckern – das Lettering, Layout, Druck und Bindung wurden ordentlich gemacht und gerade letztere beide kommen sehr gut zur Geltung. Auch die Cover wurden vom japanischen Original übernommen und sind somit detailgetreu.

 

Für Fans von Fantasy gemixt mit Drama, oder Hardcore-Fans von Akira Himekawa, ist dieser Manga sicher einen Kauf wert, ansonsten empfehle ich erst einen Blick rein zu werfen – aber meine Meinung ist ja nicht verbindlich ;)

 

Der Manga bekommt von mir leider nur 3 von 5 Dikapeys =)

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Sun, 06 Aug 2017 14:31:18 CEST <![CDATA[Record of Lodoss War: Die Chroniken von Flaim (Manga)]]> "Record of Lodoss War: Die Chroniken von Flaim" - Band 1 bis 6 (komplett)

 

Eckdaten:

Originaltitel: Lodoss Tousenki: Eiyuu Kishi Den

Titel auf Japanisch: ロードス島戦記 英雄騎士伝

Story: Ryo Mizuno

Zeichnung: Masato Natsumoto

Verlag: Carlsen

Erscheinungsdatum: 1/2000 bis 3/2001 (in Japan 1/1998 bis 8/2000)

Preis: 12DM; ab dem 1.1.2002 dann 6€

ISBN: 978-3-551-74361-4

Anzahl der Bände: 6 (abgeschlossen)

 

Über den Manga/Mangaka:

Weiter geht es mit der nächsten Serie aus dem Lodoss-Universum =)

 

Über den Autor – Ryo Mizuno – werde ich an dieser Stelle nichts mehr sagen; wer mehr wissen möchte kann bei meinem Review Die graue Hexe nachlesen =)

Das Cover des ersten Bandes

Zeichner dieser Serie ist diesmal Masato Natsumoto. Geboren wurde er in Kunitachi in der Präfektur Tokyo und lebt in Funabashi in der Präfektur Chiba. Ansonsten ist über ihn nur wenig bekannt, deswegen stütze ich mich diesmal nur auf seine Veröffentlichungen.

1997 brachte er King of Fighters Kyo heraus, 1998 folgte dann direkt Record of Lodoss War: Die Chroniken von Flaim, welcher auch der einzige Manga von ihm ist, der hierzulande erschien.

Seine weiteren Werke waren hauptsächlich aus dem Gundam-Universum: Kidou Senshi Gundam Senki - Lost War Chronicles von 2002, Kidou Senshi Gundam Gaiden - Uchuu, Senku no Hate ni... von 2004, Gundam Legacy von 2008, Kidou Senshi Gundam 0083 Rebellion von 2013 sowie weitere Titel der Reihe.

Weitere Manga, die aber dann immer recht kurz waren, waren u.a. Governments, Goumaden Shutendouji und G.A.P: Tenkyosaki Fumei Yuubinka.

Die Rückseite des Manga

Die Chroniken von Flaim startete fast zeitgleich mit Die graue Hexe in Japan, erschien bei uns aber als erste Serie aus dem Lodoss-Universum. Zeitlich spielt es 15 Jahre nach den Ereignissen aus Die graue Hexe und kann deswegen etwas verwirrend auf den Leser wirken, wenn er die „Vorgeschichte“ nicht kennt.

 

Alle Bände kann man sowohl gebraucht, als auch neu noch ergattern – bei letzterem sind die Preise allerdings etwas höher als Neupreis.

 

Inhalt:

Der junge Knappe Spark aus dem Lande Flaim träumt von nichts anderem, als dass er eines Tages zum Ritter geschlagen wird – bisher ist er der Clanführer des Clans des Feuers und ein tapferer Recke auf den König Kashew von Flaim große Stücke hält.

Doch als die nächsten Ritter ernannt werden ist sein Name wieder nicht auf der Liste und Spark ist enttäuscht, doch dann wird er zum König gerufen und trifft dort auf den legendären freien Ritter Parn und die Hochelfe Deedlit.

Spark träumt davon ein großer Ritter zu werden Als die neuen Ritter verkündet werden, ist er ganz aufgeregt Spark lernt Parn und Deedlit kennen

Parn ist nach dem Besuch beim König geknickt, dass dieser seinem Wunsch nach dem Ritterschlag nicht nachkommen möchte und als er abends eine Runde läuft und kontrolliert trifft er auf eine Gruppe Dunkelelfen, die in das Schatzhaus einbrechen. Er versucht sie alleine zu stellen um zu beweisen, dass er die Ritterwürde verdient, jedoch entwischen sie ihm und stehlen etwas wertvolles aus dem Schatzhaus. König Kashew ist wütend auf Spark und schickt ihn hinter den Dieben her – nicht jedoch ohne ihm eine schlagkräftige Truppe an die Seite zu stellen: die beiden Söldner Garak und Leaf, wobei letztere auch eine Halbelfe ist, den Priester Gribasu und den Magier Aldo Noba. Gemeinsam ziehen sie los und folgen den Spuren der Dunkelelfen. Doch jemand oder etwas scheint sie zu verfolgen...

König Kashew ist wütend auf Spark, weil dieser sich kindisch verhalten hatte Spark soll los ziehen und den geraubten Schatz zurück holen

Kashew drängt in der Zwischenzeit darauf den Krieg zwischen Marmo und den anderen Ländern zu beenden und will die Krieger der dunklen Insel ein für alle Mal vertreiben. Mit Parns Hilfe zieht er in die Schlacht gegen den dunklen Ritter und den neuen König von Marmo: Ashram.

Derweil versucht auf der dunkeln Insel Marmo der Zauberer Vagnard die böse Göttin Kardis wieder zum Leben zu erwecken, doch dafür benötigt er noch einige „Zutaten“...

König Kashew hält Kriegsrat mit Parn, Deedlit und dem Zauberer Slain Auf Marmo will Vagnard die dunkle Göttin Kardis erwecken

Können Spark und seine neuen Freunde den gestohlenen Schatz wiedererlangen? Und wird er endlich zum Ritter geschlagen werden? Wie geht wohl der Kampf zwischen Kashew und Ashram aus und wird die Göttin Kardis wieder auferstehen?

Das alles und eine spanende Geschichte bekommt ihr in Die Chroniken von Flaim =)

Spark und seine Truppe ziehen los, den Schatz zu finden

 

Eigene Meinung:

Damals war diese Serie des Lodoss-Universums für mich das Non plus ultra. Ich mochte Spark einfach total gerne (daran hat sich auch nichts geändert) und ich fand die Story sehr spannend. Heute – nach über 15 Jahren – bin ich da doch etwas verwöhnter und gehe anders an die Geschichte ran. An für sich ist die Geschichte immer noch gut und spannend, aber der Spannungsaufbau lässt an manchen Stellen etwas zu wünschen übrig. Die Bände lesen sich dadurch auch recht flott, obwohl man den Zeichenstil hier doch etwas mehr genießen kann, als beim Vorgänger.

Mit Spark und seinen Leuten bekommt man hier ein sympathisches und auch durchaus talentiertes Grüppchen als Helden vorgestellt, die Parn und den Seinen – meiner Meinung nach – in Nichts nachstehen (im Gegenteil, ich mag diese Gruppierung hier sogar lieber). Spark ist ähnlich ungestüm wie Parn es war, auch wenn dieser sich inzwischen zum ruhigen und besonnenen Ritter gemausert hat.

 

Zeichnerisch ist dieser Manga – für mich – etwas besonderes, der Stil ist detailliert, gradlinig und bringt den Fantasy-Touch bei Rüstungen, Schwertern und auch Monstern sehr gut rüber. Rasterfolie wird hier ebenfalls sehr gezielt eingesetzt und bringt manche Szenen so richtig gut zur Geltung.

Das Paneling ist sehr sauber und lässt kaum Fragen für Ort- und Zeitwechsel übrig.

 

Einzig die vielen übertriebenen Soundwords – gerade in Kämpfen – stören mich hier etwas (okay, das war beim Vorgänger auch schon so, da vergaß ich allerdings er zu erwähnen ^^“), das wirkt sehr comiclastig und müsste oft nicht sein, weil sich die Szenen auch so erklären.

 

Die Namen sorgen diesmal etwas für Verwirrung, so wurde z.B. die Hauptstadt von Alania manchmal „Alan“, dann wieder „Allan“ (wie in Die graue Hexe) und dann mal „Aran“ genannt – hier wurde man sich offenbar nicht einig oder hat mal was bunt aus der US-Version und der japanischen Version gemixt. Das fand ich leider sehr störend, aber man muss dazu sagen, dass es hauptsächlich diese Stadt getroffen hat und sonst nicht weiter ins Gewicht fiel.

 

Bindung und Druck – besonders von den Farbseiten – sind wie immer sehr gut und lassen keinen Platz für Meckereien offen. Die Cover sind ebenfalls schön bunt und geben das Fantasy-Feeling gut wider.

 

Wer sich also mal mit dem Lodoss-Universum beschäftigen möchte, der kann getrost mal einen Blick in Die Chroniken von Flaim werfen.

 

Der Manga bekommt von mir 4 von 5 Ritter =)

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Tue, 18 Jul 2017 12:48:09 CEST <![CDATA[Record of Lodoss War: Die graue Hexe (Manga)]]> "Record of Lodoss War: Die graue Hexe" - Band 1 bis 3 (komplett)

 

Eckdaten:

Originaltitel: Lodoss Tousenki: Haiiro no Majo

Titel auf Japanisch: ロードス島戦記 灰色の魔女

Story: Ryo Mizuno

Zeichnung: Yoshihiko Ochi

Verlag: Carlsen

Erscheinungsdatum: 7/2001 bis 11/2001 (in Japan 4/1998 bis 6/1998)

Preis: 12DM; ab dem 1.1.2002 dann 6€

ISBN: 978-3-551-74367-3

Anzahl der Bände: 3 (abgeschlossen)

 

Über den Manga/Mangaka:

Nach all den Cyborg-Abenteuern machen wir mal mit Fantasy weiter, doch zuvor wieder etwas Kunde über Mangaka und Autor:

 

Ryo Mizuno wurde 1963 in der Präfektur Osaka geboren und begann 1988 mit dem Schreiben von Fantasy-Romanen – davor gründete er mit anderen bereits die Group SNE, die Karten-, Brett- und Rollenspiele herausbringt. Diese Liebe für Fantasy-Rollenspiele kam in seiner Romanreihe Lodoss Tousenki zur Geltung welche in Japan zu einem Hit wurde. Neben dem Lodoss-Universum schuf er noch Rune Soldier, Starship Operators, Galaxy Angel und andere Werke. Er wirkte auch bei der Umsetzung zu den Manga- und Anime-Serien mit – neben Record of Lodoss War und Chronicles of the Heroic Knight erschien von ihm bei uns der Anime zu Rune Soldier.

Das Cover des ersten Bandes

Über den Zeichner Yoshihiko Ochi ist leider nur wenig bekannt – er wurde 1961 in Tokyo geboren und zeichnete etwa ab 1990 Manga. Er zeichnete Anfang 1998 für Ryo Mizuno die Umsetzung von Die graue Hexe aus dem Lodoss-Universum. Neben diesem Manga erschienen von ihm in Deutschland noch Marie & Ellie und Derby Stallion Breeder’s Battle. Neben Fantasy und Shounen zeichnet er auch Hentai, doch dafür nutzt er ein Pseudonym.

 

Die graue Hexe erschien bei uns erst als zweite Serie aus dem Lodoss-Universum, obwohl es vor den Chroniken von Flaim spielt. Korrekterweise hätte ich sogar mit Lady von Pharis beginnen müssen, da dies die Vorgeschichte ist – ich arbeite mich jetzt aber etwas quer durch ;)

Die Rückseite des Manga

Die Bände kann man gebraucht recht günstig erstehen, wie dann der Zustand ist, ist aber fraglich – neu bekommt man sie sogar teilweise für recht anständige Preise.

 

Inhalt:

Lodoss ist eine von Krieg heimgesuchte Insel – immer wieder bricht unter den Königen oder auch zwischen Menschen und Göttern ein Krieg aus, der viele Leben kostet. Auf dieser Insel leben die verschiedensten Rassen und Nationen wie Zwerge, Elfen, Menschen und Goblins zusammen – natürlich kommen diese nicht immer miteinander aus.

Eine Karte von Lodoss und eine kurze Erzählung was vor einigen Jahren geschehen war

Gim, ein Zwerg der im Tempel der Göttin Marfa lebt, möchte sich bei der Priesterin Neese dankbar für ihre frühere Hilfe nach einer Schlacht zeigen indem er ihre verschwundene Tochter sucht. Er macht sich also auf in die kleine Stadt Zaxon.

In eben jener Stadt, die im nordöstlichen Königreich Alania liegt, lebt auch der junge Krieger Parn – er möchte unbedingt ein Ritter werden, wie sein Vater einst war. Ihm entgehen die vielen nächtlichen Angriffe von Goblins auf umliegende Dörfer nicht – doch scheinbar traut sich niemand etwas dagegen zu tun. Zusammen mit seinem Freund Eto, ein Priester der Göttin Faris, macht er sich auf, gegen die Goblins vorzugehen.

Gim macht sich auf die Tochter von Neese zu suchen Parn versucht die Bevölkerung davon zu überzeugen, gegen die Goblins vorzugehen.

Die beiden stellen sich einer Überzahl an Goblins, können sich aber recht gut gegen sie durchsetzen – dennoch ist ihr Glück, dass Gim zufällig vorbei kommt und ihnen hilft. Parn wurde während dem Kampf mit einer vergifteten Klinge verletzt, so dass sie ihn zu einem Freund von Gim bringen: dem Magier Slain.

Als Parn wieder genesen ist, fragt er Gim und Slain, ob sie sich nicht ihm und Eto anschließen und die Goblins bekämpfen wollen – so geschieht es auch und das Quartett reist weiter nach Allan, der Hauptstadt Alanias.

Eto schließt sich Parn bei seinem Vorhaben an Und gemeinsam kämpfen sie gegen die Goblins Zum Glück kommt ihnen Gim dabei zur Hilfe

Parallel sieht man, wie der dunkle König Beld von der Insel Marmo mit Dunkelelfen, Goblins und anderen Kriegern nach Lodoss übersetzt um es einzunehmen. Bei ihm ist die mysteriöse dunkelhaarige Hexe Karlla, deren Beweggründe jedoch ungewiss sind.

Der dunkel König Beld setzt von Marmo über

Parn und seine Freunde lernen in Allan noch die Hochelfe Deedlit und den Dieb Woodchuck kennen – und damit ist das Team komplett. Jeder hat einen Grund sich der Mission von Parn anzuschließen und man geht gemeinsam los. Sie wollen ins Königreich Valis zu König Fawn, doch auf dem Weg dorthin verfolgen sie eine Spur von Kriegern aus Marmo – sie müssen feststellen, dass weitaus mehr hinter dem bloßen erscheinen der Krieger steckt und auch ein Portrait von Karlla sehen sie, welches Gim stutzig macht.

Auch die Hoochelfe Deedlit schließt sich Parn und seinen neuen Freunden an

Doch können die Königreiche den Einfall der Horden aus Marmo verhindern? Was werden die Freunde noch alles entdecken und kann Parn sein Ziel Ritter zu werden erreichen? Und was treibt die Hexe Karlla an?

 

Eigene Meinung:

Als ersten Manga der RoLW-Serie, den ich je gelesen hatte, überzeugte mich das Fantasy-Abenteuer damals sehr, heute empfinde ich nicht mehr ganz so, aber dennoch mag ich die Geschichte noch gerne.

Zugegeben die Spannung ist in diesem Werk nicht ganz so gegeben und man kann die Bände recht flott lesen. Manche Szenen sind etwas verwirrend und es gibt Sprünge, wo man sich fragt wann die Charaktere da jetzt hingekommen sind. Trotzdem hat es mal wieder Spaß gemacht dieses inzwischen doch schon recht alte Werk noch einmal zu lesen und die verschiedenen Charaktere zu genießen.

Natürlich bekommt man hier Machtspielchen, Intrigen und Kämpfe zu sehen und wem das noch nicht reicht, der bekommt noch einen Schuss Magie oben drauf – ein richtiges RPG eben.

 

Über die Namen kann man sich streiten, da es dank dem Anime (und auch dank den US-Versionen) unterschiedliche Übersetzungen gibt – ich habe mich hier an den Manga gehalten und deswegen „Karlla“ bewusst mit zwei L geschieben.

 

Der Zeichenstil ist sehr „strichlastig“ und arbeitet nur wenig mit Rasterfolie, aber das hat seinen eigenen Charme – allgemein ist der Stil sicher gewöhnungsbedürftig, ich mag ihn auch nach all den Jahren immer noch, auch wenn es bessere gibt ;) Trotzdem ist der Stil detailverliebt was Haare, Rüstungen usw. angeht.

Das Paneling mag ich sehr, denn das gibt dem ganzen noch mehr Struktur.

 

Die Cover wurden vom japanischen Original übernommen – sogar mit den Kanji, das finde ich toll.

Druck und Bindung sind ordentlich gemacht worden, so dass auch meine älteren Bände noch nicht aus dem Leim gehen.

 

Wie gesagt: nicht die spannendste Geschicht aus dem Lodoss-Universum, aber doch lesenswert wenn man sich dafür interessiert – den Zeichenstil muss man mögen, oder darüber hinweg sehen ;) Ich für meinen Teil kann ihn als Einstieg empfehlen, wenn man wissen möchte wie Parn & Co. zusammengefunden haben.

 

Der Manga bekommt von mir 3 von 5 Ritter =)

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Mon, 10 Jul 2017 11:01:22 CEST <![CDATA[Battle Angel Alita: Last Order (Manga)]]> "Battle Angel Alita: Last Order" - Band 1 bis 19 (komplett)

 

Eckdaten:

Originaltitel: Gunnm Last Order

Titel auf Japanisch: 銃夢Last Order

Story & Zeichnung: Yukito Kishiro

Verlag: Carlsen

Erscheinungsdatum: 12/2003 bis 5/2015 (in Japan 11/2000 bis 1/2014)

Preis: 6€ (steigert sich aber später bis zu 7,95€)

ISBN: 978-3-551-77611-2

Anzahl der Bände: 19 (abgeschlossen)

 

Über den Manga/Mangaka:

Weiter geht es mit Battle Angel Alita: Last Order =)

Über Yukito Kishiro werde ich an dieser Stelle nichts mehr sagen – Infos über ihn findet ihr im Review zu Battle Angel Alita =)

Das Cover des ersten Bandes Die Rückseite des Manga

In Battle Angel Alita: Last Order geht die Reise der Cyborgdame weiter – das Ende von Battle Angel Alita kann damit geistig verworfen werden, denn dem Zeichner gefiel es selbst nicht mehr und er wollte etwas Neues schaffen. Das ist ihm auch gelungen und es werden einige Dinge aufgeklärt die hinter Zalem, Jeru und Ladder stecken.

 

Die letzten paar Bände bekommt man noch neu, der Rest der Serie ist nur noch gebraucht zu finden – ein guter Teil der Bände ist dabei relativ günstig zu haben, einige wenige Bände sind dagegen recht teuer geworden.

 

Inhalt:

Alita träumt von ihrer Kindheit auf dem Mars und man sieht, dass sie bereits damals einen Cyborgköper hatte. Sie wird von Soldaten, die Kinder zu ihrem Vergnügen quälen, über ein Minenfeld geschickt um die Versprochene Freiheit zu erlangen. Sie lernt das Mädchen Erika kennen, das ihr hilft und gemeinsam gehen sie über das Minenfeld. Doch dann kommt plötzlich eine Kampftruppe herabgeschossen und tötet die Soldaten – so begegnete Alita das erste Mal der Panzerkunst.

Die junge Alita - damals noch Yoko - wird von Soldaten misshandelt Die Soldaten schicken Kinder zu ihrer Belustigung über ein Minenfeld Alita begegnet ihrer späteren Lehrerin der "Panzerkunst"

Parallel sieht man, wie Professor Nova Alitas Körper – der am Ende von Battle Angel Alita zerstört wurde – wieder herstellt. Er baut ihren Körper von Grund neu auf und verleiht ihr den um ein vielfaches besseren Imaginoskörper.

Als Alita nach ihrer „Fertigstellung“ erwacht klärt Nova sie via Bildschirmübertragung auf – er erklärt ihr ihren neuen Körper und kurz darauf bekommt sie die erste Gelegenheit ihn zu testen.

Nova erschafft Alitas Körper komplett neu Alita erwacht Nova klärt sie über ihren neuen Körper auf

Sie begegnet drei Jugendlichen, die auf der Flucht vor einem Roboter sind, gegen den sie dann kämpft. Als sie nach dem Kampf – der Roboter bricht durch die Wand hinter ihr und stürzt in die Tiefe – feststellt, dass sie in Zalem ist möchte sie nach Lou suchen. Sie geht mit den Jugendlichen mit und lernt Jim kennen, Novas Assistenten, dieser erklärt ihr, dass sie gegen den Initiationsritus – wo den Zalemern das Hirn gegen einen Chip getauscht wird – rebellieren. Alita schließt sich ihnen vorerst an, allerdings nur um Lou zu finden.

Alita trifft auf drei Jugendliche und hilft ihnen Alita stellt klar, dass sie kein Roboter ist, sondern ein Mensch

So trifft sie auf ihre „Kopien“ aus ihrer TUNED-Zeit: Sechs, Elf und Zwölf, sowie auf Nova. Ein Kampf entbrennt zwischen ihr und Sechs, während Jim und die anderen gegen die Erwachsenen von Zalem vorgehen.

 

Kann Alita Sechs besiegen, kann sie ihre Freundin Lou finden und was wird aus den Zalemern? Das und viele weitere spannende Geheimnisse aus dem Alita-Universum erfahrt ihr in dem Manga =)

 

Eigene Meinung:

Für mich ist Last Order der – bisher – beste Teil aus dem Alita-Universum – es ist spannend geschrieben, actiongeladen gezeichnet (okay, das war der Vorgänger auch) und zeigt endlich mal viel viel mehr über das ganze Drumrum. Es wird einiges aufgedeckt und das finde ich persönlich sehr spannend.

Zwischendrin hat die Serie einen Part in dem eigentlich nur gekämpft wird – das finde ich nicht dramatisch, weil es gut gemacht ist, aber es flaut ein wenig die Spannung ab, die sich bis dahin aufgebaut hatte. Es kommt auch einiges über andere Charaktere der Serie vor, was ich ebenfalls sehr begrüße.

Das Ende hätte IMO etwas spektakulärer sein können, aber auch das kann man so stehen lassen – irgendwie hat es was friedlich-romantisches an sich, aber ich möchte da nicht zu viel verraten ;)

 

In der Serie merkt man zwischendrin den Sprung von der klassischen Feder zur digitalen Arbeit, aber das kommt der Serie sehr zugute, finde ich. Die Linien sind klarer und auch teilweise stärker – sie heben bestimmte Effekte einfach besser hervor. Yukito Kishiro arbeitet viel mit schwarz und weiß, setzt aber auch Rasterfolie geschickt ein.

 

In vielen Bänden bekommt man am Ende wieder Infos über das Alita-Universum zugeschoben, was manchmal recht praktisch ist. Außerdem hat er oft humorvolle Comicstrips angefügt, die seine Charaktere auf die Schippe nehmen.

 

Druck und Bindung stehen hier dem Vorgänger in Nichts nach – die farbigen Seiten und das Cover wurden wunderbar frisch gestaltet und gedruckt.

 

Mir persönlich hat Last Order besser gefallen, als die Grundstory – natürlich versteht man ohne Battle Angel Alita gelesen zu haben, einiges nicht, aber es wird generell viel erklärt in der Serie. Für Alita-Fans definitiv ein Pflichtkauf; und wer auf eine spannende Story mit actiongeladenen Kämpfen steht, sollte unbedingt mal reinschauen ;)

 

Der Manga bekommt von mir 4 von 5 Cyborgs =)

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Fri, 23 Jun 2017 20:57:53 CEST <![CDATA[The Prince of Tennis (Manga)]]> "The Prince of Tennis" - Band 1 bis 42 (komplett)

 

Eckdaten:

Originaltitel: Tennis no Ouji-sama

Titel auf Japanisch: テニスの王子様

Story & Zeichnung: Takeshi Konomi

Verlag: Tokyopop

Erscheinungsdatum: 4/2006 bis 10/2010 (in Japan 5/1999 bis 3/2008)

Preis: 6,50€ (Ausnahme erster Band)

ISBN: 978-3-86580-521-8 (Band 1)

Anzahl der Bände: 42 (abgeschlossen)

 

Über den Manga/Mangaka:

Mit The Prince of Tennis widme ich mich mal wieder einer etwas längeren Serie, doch vorweg ein bisschen was über den Meister dahinter:

Das Cover des ersten Bandes

Leider sind Infos über Takeshi Konomi recht rar und das obwohl er in Japan scheinbar zu den Mangaka gehört die sich aktiv mit ihren Fans beschäftigen und auch auf Conventions gehen, oder gar Sprechrollen in den Anime ihrer Werke übernehmen.

Takeshi Konomi wurde 1970 in der Präfektur Osaka geboren und brachte 1998 mit Cool – Rental Bodyguard seinen ersten Manga heraus. Direkt im Anschluss folgte The Prince of Tennis in welchem er seine Leidenschaft für den Sport verarbeitete. Mit Houkago no Ouji-sama brachte er 2008 eine Sammlung an komödiantischen Strips über The Prince of Tennis heraus – anscheined läuft diese Serie sogar noch.

2009 startete er dann Shin Tennis no Ouji-sama, die Nachfolgerserie die bereits 20 Bände hat und immer noch läuft.

Mit Moon Walker LTD. (2010) und Lady Cool (2013) folgten dann noch zwei kürzere Geschichten.

Laut eigenen Angaben soll seine Birma-Katze „Kahluamilk“ für „Karupin“ Modell gestanden haben.

Aus The Prince of Tennis wurde in Japan ein sehr erfolgreicher Anime mit einer Menge Neben-OVAs, Filmen und Musicals. Auch in den USA und Europa gibt es viele Liebhaber dieser Serie, doch es wäre ein Mammutprojekt diese bei uns zu veröffentlichen.

Die Rückseite des Manga mit Inhaltsangabe

Leider ist der Manga bei uns wieder teilweise vergriffen – wegen geringer Nachfrage gab es nur eine einzige Auflage. Demnach sind alle Bände nur noch gebraucht zu bekommen (oder bei kleineren Comicläden auch einzelne Bände noch neu); die letzten Bände der Serie sind jedoch leider nur noch teuer zu bekommen.

 

Inhalt:

Ryoma Echizen ist 12 Jahre alt und soll in Tokyo an einem Juniorenturnier teilnehmen – doch zuvor muss er mit der Bahn dort hingelangen und lernt in dieser den großmäuligen Sasabe kennen. Sasabe gibt vor seinen Kumpels mit seinen Tenniskünsten an, Ryoma rückt jedoch dessen Wissen zurecht und genervt steigen die älteren Jungs an der nächsten Haltestelle aus – diese ist auch Ryomas Ziel, und das des Mädchens Sakuno das die Szene in der Bahn beobachtet hat.

Ryoma weist Sasabe auf die richtige Griffweise hin Ryoma provoziert Sasabe ein wenig ;)

Da er sich in Tokyo nicht auskennt fragt Ryoma das Mädchen nach dem Weg zum Tenniscourt und schlägt dann die von ihre angegebene Richtung ein – Sakuno wartet derweil auf ihre Großmutter und muss dann feststellen, dass sie Ryoma in die völlig falsche Richtung geschickt hat. Dank dieser Misere kam der Junge zu spät zu dem Turnier und wurde ausgeschlossen. Sakuno entschuldigt sich bei ihm – denn sie war mit ihrer Großmutter ebenfalls auf dem Weg zum Turnier – und prompt taucht Sasabe wieder auf. Ryoma fordert den Großmäuligen zu einem Spiel heraus und zeigt was er kann. Da taucht Sakunos Großmutter – Sumire Ryuzaki – auf und erzählt, dass Ryoma der Sohn eines ehemaligen Schülers von ihr ist und dass er ab heute auf die Seigaku Junior High gehen wird, die Schule an der sie Tennis unterrichtet.

Sumire Ryuzaki erklärt, dass die Ryoma kennt, bzw. dessen Vater Auf der "Seigaku" lernt Ryoma Momo kennen mit dem er sich gut versteht

Auf der Seigaku lernt Ryoma mit Takeshi Momoshiro (genannt „Momo“) gleich einen der Spieler des Tennisclubs kennen und spielt eine Runde mit ihm.

Natürlich gerät Ryoma mit seiner lässigen und auch vorlauten Art gerne mal an andere und macht sich innerhalb des Clubs erst mal bei ein paar Leuten unbeliebt, doch als der Kapitän des Clubs auftaucht kehrt – nach einigen Disziplinarmaßnahmen – wieder Ruhe ein.

Ryoma spielt gegen Momo Tezuka greift durch, als Ryoma sich mit Arai anlegt (oder dieser sich mit ihm *gg*)

Innerhalb des Clubs gibt es Stammspieler für offizielle Spiele gegen andere Schulen und Bezirke – jedes Mitglied im Club arbeitet darauf hin unter Kapitän Tezuka die Schule zu vertreten. Um die stärksten Spieler herauszufiltern finden Rankingmatches statt und die acht besten Spieler kommen ins Team.

So beginnt die lange Reise des Tennisprinzen erst mal mit dem Ranglistenturnier und steigert sich in der Serie noch um ein vielfaches – doch Ryomas Ziel ist es nicht zwingend zu gewinnen, nein, er möchte sich verbessern und nutzt jeden starken Gegner dafür. Besonders liegt ihm an zwei Gegnern die er überwinden möchte.

Ryoma lässt sich nicht so schnell beeindrucken

Kann Ryoma sein Ziel erreichen und gegen seine Favoriten spielen? Was für spannende Matches werden er und seine Teamkollegen von der Seigaku alles haben? Und was sind die Gegner für Typen? Das und viele spannende Ballwechsel erfahrt ihr in The Prince of Tennis =)

 

Eigene Meinung:

Zugegeben der Inhalt des ersten Bandes klingt erst mal nicht sonderlich spannend, aber ich versichere, dass sich der Manga da deutlich steigert. Zuerst muss man in die Anzahl an neuen Charakteren und deren Stärken und Schwächen reinkommen und tastet sich so langsam von Turnier zu Turnier, von Gegner zu Gegner.

Der Manga hat eine flotte Erzählweise und liest sich demnach trotz seiner 42 Bände recht flüssig – die Matches können (besonders in den späteren Bänden) etwas langatmig sein, trotzdem haben sie ihren Charme und ihre Spannung. Logisch – wer so was nicht lesen möchte ist mit The Prince of Tennis einfach falsch bedient.

 

Zeichnerisch ist der Manga Geschmackssache (besonders was Ryomas große Augen angeht, finde ich), aber alles in allem doch sehr geradlinig, sauber und ein schöner Shounen-Stil. Mit Speedlines wird in der Geschichte nicht gespart und auch die Hintergründe wurden liebevoll detailliert dargestellt. Mit Rasterfolie ist Takeshi Konomi sparsam umgegangen und setzt sie auch gerne gezielt für Betonungen ein.

 

Wie man beim Cover des ersten Bandes sehen kann gab es zur Veröffentlichung der Serie für einen begrenzten Zeitraum den Band für 4,44€ – danach kostete er 5,50€ und jeder weitere Band dann die regulären 6,50€. Eine gute Sache um einen Manga schmackhaft zu machen =)

 

Apropos Cover: das wurden bei uns nicht viele vom Original übernommen, was ich persönlich sehr schade finde – zumal ich kein Freund der Aufmachung von Tokyopop bin, die ihren rot-silbernen Streifen draufgeklatscht haben.

Über Druck und Bindung kann ich allerdings nicht meckern, auch wenn ich gerne mehr Farbseiten gesehen hätte (gab es nur bei einem oder zwei Bänden) – qualitativ ist der Manga jedoch gut geworden.

 

Wer also auf actiongeladene Matches mit teuflischen Moves und witzigen Charakteren steht, der sollte in The Prince of Tennis auf jeden Fall mal reinschauen – Tennis-Fans kann man den Manga sicher auch empfehlen ;)

 

Der Manga bekommt von mir demnach 4 von 5 Tennisbällen =)

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