<![CDATA[Tatzes Merchandise und Review Blog]]> 60 Fri, 23 Jun 2017 20:57:53 CEST <![CDATA[The Prince of Tennis (Manga)]]> "The Prince of Tennis" - Band 1 bis 42 (komplett)

 

Eckdaten:

Originaltitel: Tennis no Ouji-sama

Titel auf Japanisch: テニスの王子様

Story & Zeichnung: Takeshi Konomi

Verlag: Tokyopop

Erscheinungsdatum: 4/2006 bis 10/2010 (in Japan 5/1999 bis 3/2008)

Preis: 6,50€ (Ausnahme erster Band)

ISBN: 978-3-86580-521-8 (Band 1)

Anzahl der Bände: 42 (abgeschlossen)

 

Über den Manga/Mangaka:

Mit The Prince of Tennis widme ich mich mal wieder einer etwas längeren Serie, doch vorweg ein bisschen was über den Meister dahinter:

Das Cover des ersten Bandes

Leider sind Infos über Takeshi Konomi recht rar und das obwohl er in Japan scheinbar zu den Mangaka gehört die sich aktiv mit ihren Fans beschäftigen und auch auf Conventions gehen, oder gar Sprechrollen in den Anime ihrer Werke übernehmen.

Takeshi Konomi wurde 1970 in der Präfektur Osaka geboren und brachte 1998 mit Cool – Rental Bodyguard seinen ersten Manga heraus. Direkt im Anschluss folgte The Prince of Tennis in welchem er seine Leidenschaft für den Sport verarbeitete. Mit Houkago no Ouji-sama brachte er 2008 eine Sammlung an komödiantischen Strips über The Prince of Tennis heraus – anscheined läuft diese Serie sogar noch.

2009 startete er dann Shin Tennis no Ouji-sama, die Nachfolgerserie die bereits 20 Bände hat und immer noch läuft.

Mit Moon Walker LTD. (2010) und Lady Cool (2013) folgten dann noch zwei kürzere Geschichten.

Laut eigenen Angaben soll seine Birma-Katze „Kahluamilk“ für „Karupin“ Modell gestanden haben.

Aus The Prince of Tennis wurde in Japan ein sehr erfolgreicher Anime mit einer Menge Neben-OVAs, Filmen und Musicals. Auch in den USA und Europa gibt es viele Liebhaber dieser Serie, doch es wäre ein Mammutprojekt diese bei uns zu veröffentlichen.

Die Rückseite des Manga mit Inhaltsangabe

Leider ist der Manga bei uns wieder teilweise vergriffen – wegen geringer Nachfrage gab es nur eine einzige Auflage. Demnach sind alle Bände nur noch gebraucht zu bekommen (oder bei kleineren Comicläden auch einzelne Bände noch neu); die letzten Bände der Serie sind jedoch leider nur noch teuer zu bekommen.

 

Inhalt:

Ryoma Echizen ist 12 Jahre alt und soll in Tokyo an einem Juniorenturnier teilnehmen – doch zuvor muss er mit der Bahn dort hingelangen und lernt in dieser den großmäuligen Sasabe kennen. Sasabe gibt vor seinen Kumpels mit seinen Tenniskünsten an, Ryoma rückt jedoch dessen Wissen zurecht und genervt steigen die älteren Jungs an der nächsten Haltestelle aus – diese ist auch Ryomas Ziel, und das des Mädchens Sakuno das die Szene in der Bahn beobachtet hat.

Ryoma weist Sasabe auf die richtige Griffweise hin Ryoma provoziert Sasabe ein wenig ;)

Da er sich in Tokyo nicht auskennt fragt Ryoma das Mädchen nach dem Weg zum Tenniscourt und schlägt dann die von ihre angegebene Richtung ein – Sakuno wartet derweil auf ihre Großmutter und muss dann feststellen, dass sie Ryoma in die völlig falsche Richtung geschickt hat. Dank dieser Misere kam der Junge zu spät zu dem Turnier und wurde ausgeschlossen. Sakuno entschuldigt sich bei ihm – denn sie war mit ihrer Großmutter ebenfalls auf dem Weg zum Turnier – und prompt taucht Sasabe wieder auf. Ryoma fordert den Großmäuligen zu einem Spiel heraus und zeigt was er kann. Da taucht Sakunos Großmutter – Sumire Ryuzaki – auf und erzählt, dass Ryoma der Sohn eines ehemaligen Schülers von ihr ist und dass er ab heute auf die Seigaku Junior High gehen wird, die Schule an der sie Tennis unterrichtet.

Sumire Ryuzaki erklärt, dass die Ryoma kennt, bzw. dessen Vater Auf der "Seigaku" lernt Ryoma Momo kennen mit dem er sich gut versteht

Auf der Seigaku lernt Ryoma mit Takeshi Momoshiro (genannt „Momo“) gleich einen der Spieler des Tennisclubs kennen und spielt eine Runde mit ihm.

Natürlich gerät Ryoma mit seiner lässigen und auch vorlauten Art gerne mal an andere und macht sich innerhalb des Clubs erst mal bei ein paar Leuten unbeliebt, doch als der Kapitän des Clubs auftaucht kehrt – nach einigen Disziplinarmaßnahmen – wieder Ruhe ein.

Ryoma spielt gegen Momo Tezuka greift durch, als Ryoma sich mit Arai anlegt (oder dieser sich mit ihm *gg*)

Innerhalb des Clubs gibt es Stammspieler für offizielle Spiele gegen andere Schulen und Bezirke – jedes Mitglied im Club arbeitet darauf hin unter Kapitän Tezuka die Schule zu vertreten. Um die stärksten Spieler herauszufiltern finden Rankingmatches statt und die acht besten Spieler kommen ins Team.

So beginnt die lange Reise des Tennisprinzen erst mal mit dem Ranglistenturnier und steigert sich in der Serie noch um ein vielfaches – doch Ryomas Ziel ist es nicht zwingend zu gewinnen, nein, er möchte sich verbessern und nutzt jeden starken Gegner dafür. Besonders liegt ihm an zwei Gegnern die er überwinden möchte.

Ryoma lässt sich nicht so schnell beeindrucken

Kann Ryoma sein Ziel erreichen und gegen seine Favoriten spielen? Was für spannende Matches werden er und seine Teamkollegen von der Seigaku alles haben? Und was sind die Gegner für Typen? Das und viele spannende Ballwechsel erfahrt ihr in The Prince of Tennis =)

 

Eigene Meinung:

Zugegeben der Inhalt des ersten Bandes klingt erst mal nicht sonderlich spannend, aber ich versichere, dass sich der Manga da deutlich steigert. Zuerst muss man in die Anzahl an neuen Charakteren und deren Stärken und Schwächen reinkommen und tastet sich so langsam von Turnier zu Turnier, von Gegner zu Gegner.

Der Manga hat eine flotte Erzählweise und liest sich demnach trotz seiner 42 Bände recht flüssig – die Matches können (besonders in den späteren Bänden) etwas langatmig sein, trotzdem haben sie ihren Charme und ihre Spannung. Logisch – wer so was nicht lesen möchte ist mit The Prince of Tennis einfach falsch bedient.

 

Zeichnerisch ist der Manga Geschmackssache (besonders was Ryomas große Augen angeht, finde ich), aber alles in allem doch sehr geradlinig, sauber und ein schöner Shounen-Stil. Mit Speedlines wird in der Geschichte nicht gespart und auch die Hintergründe wurden liebevoll detailliert dargestellt. Mit Rasterfolie ist Takeshi Konomi sparsam umgegangen und setzt sie auch gerne gezielt für Betonungen ein.

 

Wie man beim Cover des ersten Bandes sehen kann gab es zur Veröffentlichung der Serie für einen begrenzten Zeitraum den Band für 4,44€ – danach kostete er 5,50€ und jeder weitere Band dann die regulären 6,50€. Eine gute Sache um einen Manga schmackhaft zu machen =)

 

Apropos Cover: das wurden bei uns nicht viele vom Original übernommen, was ich persönlich sehr schade finde – zumal ich kein Freund der Aufmachung von Tokyopop bin, die ihren rot-silbernen Streifen draufgeklatscht haben.

Über Druck und Bindung kann ich allerdings nicht meckern, auch wenn ich gerne mehr Farbseiten gesehen hätte (gab es nur bei einem oder zwei Bänden) – qualitativ ist der Manga jedoch gut geworden.

 

Wer also auf actiongeladene Matches mit teuflischen Moves und witzigen Charakteren steht, der sollte in The Prince of Tennis auf jeden Fall mal reinschauen – Tennis-Fans kann man den Manga sicher auch empfehlen ;)

 

Der Manga bekommt von mir demnach 4 von 5 Tennisbällen =)

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Fri, 09 Jun 2017 15:31:33 CEST <![CDATA[Prophecy (Manga)]]> "Prophecy" - Band 1 bis 3 (komplett)

 

Eckdaten:

Originaltitel: Yokokuhan

Titel auf Japanisch: 予告犯

Story & Zeichnung: Tetsuya Tsutsui

Verlag: Carlsen

Erscheinungsdatum: 12/2014 bis 3/2015 (in Japan 7/2011 bis 8/2013)

Preis: 7,95€

ISBN: 978-3-551-79801-5 (Band 1)

Anzahl der Bände: 3 (abgeschlossen)

 

Über den Manga/Mangaka:

Mit Prophecy möchte ich heute eine kurze Manga-Serie vorstellen.

Das Cover von "Prophecy" Band 1

Über den Magaka dahinter ist leider fast nichts bekannt – zumindest habe ich auf deutsch- und englischsprachigen Seiten keine Informationen über ihn gefunden.

Bisher zeichnete er sechs kürzere Manga-Serien und brachte mit Duds Hunt 2002 seinen ersten (bekannten) Manga heraus. 2004 folgte dann Manhole, welcher 2011 ebenfalls bei Carlsen erschien und damit den Grundstein für seine deutschen Veröffentlichungen legte. Weiter ging es mit Reset einem Manga über ein Onlinespiel (2005).

Auf eine etwas längere Pause folgte dann 2011 Prophecy, das mittlerweile ein Spin-off mit Prophecy: The Copycat bekommen hat (2014) – wie der Name vermuten lässt geht es hierbei um Nachahmungstäter des Paperman aus der Hauptgeschichte. Die Serie hat ebenfalls drei Bände.

2014 zeichnete er die zusätzlich die zweibändige Serie Poison City, welche erst recht frisch bei uns veröffentlicht wurde – natürlich wieder bei Carlsen =)

Man kann bei den Manga von Testuya Tsutsui sehen, dass er gerne die Genre Thriller, Horror, Drama und Krimi behandelt – seine Geschichten sind düsterer und regen zum Nachdenken an.

Die Rückseite des Manga

Alle drei Bände von Prophecy kann man sowohl neu als auch gebraucht bekommen.

 

Inhalt:

Ein ominöser Mann mit einer Zeitungsmaske lädt Videos im Internet hoch auf denen er ankündigt Leute für ihre Verbrechen persönlich zu bestrafen, da die vorangegangen Strafen zu milde ausgefallen seien, oder gar nicht erst geahndet wurden.

"Paperman" verkündet online seine Taten

Die Polizei Japans hat für Fälle wie diesen eine Spezialeinheit gegründet: die Abteilung Cyberkriminalität. Diese ist – unter Leitung der 26jährigen Kommissarin Erika Yoshino – hinter Verbrechen dieser Art her. So verfolgen sie auch Leute die Raubkopien anfertigen, oder Spiele im Netz vertreiben und damit der Industrie schaden.

Die Abteilung für Cyberkriminalität fleddert die Wohnung eines Cyber-Verbrechers Sie finden eine Wohnung und einen Blog voller illegaler Downloads für Spiele

Als Paperman auf den Plan tritt und seine Ankündigungen macht beginnen sie zu forschen von wo aus er seine Videos hoch lädt und stoßen auf eine Kette von Internet-Cafés – doch natürlich ist Paperman nicht einfach ein simpler User des Angebots, sondern trickst die Polizei mit Verschleierung der IP und anderem aus.

In Internet wenden sich die vormaligen Freunde schnell von einem ab, wenn man ins Visier der Polizei gerät "Paperman" kündigt ein neues Verbrechen an - jetzt muss die Polizei schnell handeln

Für Erika Yoshino und ihre beiden Kollegen beginnt eine Jagd auf den Täter und nebenbei versuchen sie auch seine angekündigten Anschläge auf Menschen oder Gebäude zu verhindern. Sie befragen Zeugen und Opfer und können so schließlich herausfinden, dass es sich bei Paperman nicht um eine einzelne Person handelt, sondern dass dies eine Gruppierung sein muss.

Sie müssen ebenfalls feststellen, dass Papermans Popularität im Netz stetig steigt und die Leute nach Gerechtigkeit schreien – doch ebenso erhebt sich die Gegenseite die ein härteres Durchgreifen von Seiten der Polizei verlangt.

DIe Polizei versucht was über den mysteriösen "Paperman" heraus zu bekommen "Papermans" Motive scheinen nicht mal so abwegig, sind dennoch fragwürdig

Während sich der Fall entwickelt bekommt man auch die Gegenseite der Papermen zu sehen und kann sich langsam zu ihren Beweggründen vortasten. Doch was sind diese? Und können Erika Yoshino und ihre Kollegen die Papermen stoppen und weitere Selbstjustiz verhindern?

Ob es ihnen gelingt und was die Papermen sonst noch so planen erfahrt ihr in der Trilogie =)

"Paperman" hackt sich in ein Internet-Café ein

 

Eigene Meinung:

Bereits beim Erscheinen der Serie hatte ich ein Auge darauf geworfen, kam aber erst jetzt zum Lesen.

Der Anfang gibt sich ominös und man dröselt die Geschichte und die Beweggründe erst gegen später auf – wobei auch hier nicht immer alles so ist wie es scheint. Ich möchte an dieser Stelle auch nicht zu viel verraten, da es sonst die Spannung raus nimmt ;)

An für sich ist der Manga gut erzählt, aber in meinen Augen schwächelt er etwas. Gut ich hatte vielleicht etwas anderes erwartet, als der Manga begann und manchmal dümpelte es etwas vor sich hin. Die Textpassagen zwischen den Polizisten waren oft lang und etwas fachmännisch – wer jetzt keine Ahnung vom Internet hat ist da vielleicht etwas überfordert. Trotz meinen – nicht ganz erfüllten – Erwartungen ist der Manga alles in allem unterhaltsam und spannend.

 

Tetsuya Tsutsui hat einen guten und lockeren Erzählstil, der trotzdem Spannung aufbauen kann. Zeichnerisch ist sein Stil semi-realistisch und manchmal etwas sketchig. Er arbeitet gerne mit Strichen um die Schattierung hervorzuheben, nutzt aber auch normale Rasterfolie die er mit dem Rechner einsetzt.

Die Cover aller drei Bände

Die Cover wurden bei uns teilweise vom Original übernommen – so sind die Charaktere auf den Covern vom Original, der Rest wurde farblich einander angeglichen.

Schwarzweißdruck und Farbdruck, sowie die Bindung wurden wieder fachmännisch ausgeführt und lassen keinen Platz für Meckereien.

 

Wer sich für das Thema Cyberkriminalität interessiert für den ist der Manga sicher einen Blick wert – auch sonst kann man einen Blick riskieren, bei drei Bänden macht man nicht viel falsch ;)

 

Der Manga bekommt von mir 3 von 5 Papermen =)

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Tue, 30 May 2017 18:02:36 CEST <![CDATA[20th & 21st Century Boys (Manga)]]> "20th Century Boys" & "21st Century Boys" - Band 1 bis 22, sowie Band 1 und 2 (komplett)

 

Eckdaten:

Originaltitel: 20 Seiki Shounen bzw. 21 Seiki Shounen

Titel auf Japanisch: 20世紀少年 bzw. 21世紀少年

Story & Zeichnung: Naoki Urasawa

Verlag: Planet Manga/Panini Manga

Erscheinungsdatum: 02/2002 bis 08/2010 (in Japan 9/1999 bis 7/2007)

Preis: 7,95€ (später steigerte sich der Preis jedoch bis zu 12,99€)

ISBN: 978-3866071780 (Band 1)

Anzahl der Bände: 22 + 2 (abgeschlossen)

 

Über den Manga/Mangaka:

Mit 20th Century Boys und den beiden „Abschlussbänden“ 21st Century Boys schwappen wir dann zu einem meiner absoluten Favoriten unter den Manga und besonders Mangaka hinüber – doch vorweg ein paar Worte zum Meister dahinter.

Das Cover des ersten Bandes

Naoki Urasawa wurde 1960 in der Präfektur Tokyo geboren und studierte Wirtschaftswissenschaften. Nach dem Studium bewarb er sich beim Verlag Shogakukan als Mangazeichner und wurde für eine Kurzgeschichte direkt mit dem Nachwuchspreis ausgezeichnet. Danach zeichnete er weitere Kurzgeschichten und legte mit Yawara! seinen ersten größeren Erfolg und auch seine erste große Serie hin.

1988 brachte er mit Master Keaton ein Krimi-Drama heraus, das wieder ein Erfolg wurde. Nach weiteren Kurzgeschichten und anderen Werken wurde 1994 sein Manga Monster geboren, welcher von 2002 bis 2006 auch bei uns erschien (Publisher war Egmont). Parallel arbeitete er gegen Ende der Serie bereits an 20th Century Boys – bevor dieser abgeschlossen war, hängte er sich bereits voller Elan an das nächste größere und hierzulande erschiene Projekt: Pluto; und schob nach dem Ende von 20th Century Boys die zwei Abschlussbände 21st Century Boys hinterher.

2008 startete er dann – während der Arbeiten an Pluto – bereits den Thriller Billy Bat (beides bei Carlsen erschienen, bzw. letzteres läuft bei uns noch), den er 2016 beendete.

Seit 2012 arbeitet er an einem Remake von Master Keaton was mir die Hoffnung bringt, dass der Manga bei uns erschienen könnte – welcher Verlag wäre mir hierbei egal, da sich ja seine Werke bereits bunt bei uns verteilen.

 

In vielen Werken von Urasawa merkt man, dass er ein großer Fan von Osamu Tezuka ist, dem „Gott des Manga“, und besonders von Tetsuwan Atom/Astro Boy – natürlich spiegelt sich das speziell bei dem Werk Pluto wider, das eine Kurzgeschichte aus dem Astro Boy-Universum behandelt. Aber auch in anderen Werken, wie Monster oder eben 20th Century Boys kommt das durch (bei Monster trägt der Hauptcharakter den selben Namen wie der Erschaffer von Astro Boy: Dr. Tenma. Und in letzterem gibt es eine Universität namens „Ocha-no-Mizu“, wobei Dr. Ochanomizu ebenfalls ein Charakter aus Astro Boy ist).

Die Rückseite des Bandes, welche fast identisch mit der Vorderseite ist

Mit 20th bzw. 21st Century Boys hat man allerdings seine Crux, denn der Manga ist stark vergriffen und drohte bei Panini sogar mal das Aus. Die Bände 9 und 10 waren sog. „Print-on-Demand“-Bände weil sich die Serie bei uns einfach nicht so gut verkaufen wollte – doch der Verlag zog die Serie durch, da sie einige hartnäckige Fans hatte; das hatte allerdings auch die schrittweise Preissteigerung zur Folge. Leider gab es, trotz Nachfragen, nie eine Neuauflage des Werkes – wer trotzdem in den Genuss kommen möchte, sollte auf ein gutes Komplettset auf eBay hoffen, oder auf die US-Version von VIZ Media zurückgreifen, diese ist noch komplett erhältlich.

 

Inhalt:

Kenji Endou betreibt einen eher mäßig laufenden Conveniencestore, der früher mal der Spiritousenladen seines Vaters war, und muss nebenher das Genörgel seiner Mutter ertragen, sowie die kleine Tochter seiner älteren Schwester Kiriko großziehen, die – nach „Abgabe“ des Kindes bei ihm – spurlos verschwunden ist.

Der Anfang gibt sich mysteriös EIne junge Frau taucht ohne jeglichen Zusammenhang direkt am Anfang der Serie auf

Als plötzlich die Polizei bei ihm auftaucht und nach einem seiner Stammkunden fragt, stößt Kenji auf ein Symbol aus seiner Kindheit – er und seine Freunde hatten damals eine Geheimbasis in einem Feld gebaut und dieses Symbol als Erkennungszeichen kreiert.

Maruo – ein Freund aus Kindertagen, der unweit von Kenjis Laden einen eigenen Laden für Accessoires hat – stößt Kenji ein paar Tage später auf eine Zeitungsanzeige, die vom Tod eines weiteren Kindheitsfreundes schreibt. Am Tag der Beerdigung dieses Freundes trudelt bei Kenji ein Brief von eben jenem Freund ein in dem das Symbol ihrer Kindheit vermerkt ist. Als Kenji Nachforschungen über den Tod seines Freundes anstellt begegnet ihm das Symbol auf T-Shirts und er wird auf eine Art Sekte gestoßen die einem Mann folgt der sich selbst der „Freund“ nennt.

Kenji zieht die kleine Kanna auf, nachdem seine Schwester Kiriko sie bei ihm abgegeben hat Kenji stolpert zufällig über ein Symbol aus Kindertagen

Er kontaktiert jeden seiner Freunde aus Kindheitstagen, die bei der Geheimbasis und dem Symbol dabei waren und an die er sich noch erinnert, und versucht der Sache auf den Grund zu gehen.

Nach einem Klassentreffen mit sämtlichen Klassenkameraden und dem Lehrer schwelgen seine Freunde und er noch in Erinnerungen und begeben sich an den Ort, an dem früher mal ihre Basis stand – damals wurde dort ein Bowlingcenter gebaut und die Kinder waren traurig und wütend. Als Erwachsene erinnern sie sich wieder daran, dass sie damals eine Box mit „Schätzen“ vergraben haben und buddeln eben diese Box mitten in der Nacht aus – was sie darin finden, lässt sie weiter in Erinnerungen schwelgen, aber Kenji wird immer mehr klar, dass der „Freund“ einer ihrer damaligen Freunde gewesen sein muss, denn sie finden eine Flagge mit eben jenem Symbol in der Box und das Symbol kannten nur die Kinder um die Geheimbasis.

Er erinnert sich daran, wie seine Freunde und er das Symbol erfunden haben Der mysteriöse "Freund" hat eine Art Sekte um sich geschart, doch er plant mehr...

Kenji und seine Freunde werden in eine Sache verstrickt, die weit aus größer ist als anfangs angenommen, und schnell geraten sie ins Kreuzfeuer des „Freundes“, denn dieser hat einiges vor.

Doch was hat es mit dem Tod seines Freundes auf sich? Und wohin ist seine Schwester so plötzlich verschwunden?

Können Kenji und seine Freunde enttarnen, wer sich hinter dem Pseudonym des „Freundes“ versteckt und ihn aufhalten?

 

Eigene Meinung:

Als dieser Manga bei uns erschienen ist, war er leider nicht auf meinem Radar (damals war ich zu sehr mit anderen Serien beschäftigt) und erst Jahre später – durch Monster ausgelöst – weckten die Werke von Urasawa mein Interesse. Zu dem Zeitpunkt war der Manga aber schon sehr teuer und ich drückte mich immer weiter darum einzelne Bände zu kaufen, bis ich ein Komplettset ergattern konnte.

Die Cover der beiden "21st Century Boys"-Bände

Der Inhalt mag auf den ersten Blick nicht so viel Material für 22 bzw. 24 Bände hergeben, aber da sich alle Zeitebenen immer weitschweifiger ausbreiten und immer mehr Fragen aufgeworfen werden hat der Manga viel zu verarbeiten. Er bleibt durchweg spannend und wenn man denkt, man wüsste wieder etwas mehr, dann wird man eines anderen belehrt – so tastet man sich langsam, aber ohne riesige Cliffhanger von Kapitel zu Kapitel.

Eine Sache, die Urasawa in allen seinen Werken quasi perfekt hinbekommt, sind sämtliche Zeit- und/oder Ortssprünge – man verliert trotz mehreren Wechseln innerhalb eines Kapitels nicht den Überblick und bekommt so mehrere Handlungsstränge kredenzt. So hat man bei 20th/21st Century Boys z.B. den Handlungsstrang der Kindheit (1969), der Gegenwart (anfänglich 1997) und sogar einen Blick in die Zukunft (2015) – langsam kommen die Stränge der Gegenwart und Zukunft zusammen und bilden ein Ganzes, in das sich die Erinnerungen der Vergangenheit einfügen.

 

Urasawas Zeichenstil ist – meiner Meinung nach – etwas ganz besonderes, da er seine Figuren eher realistischer zeichnet und es große Sternchenaugen und kleine Stupsnasen nicht wirklich gibt. Manchmal macht der Stil einen etwas groben und auch skizzierten Eindruck, ist aber alles in allem sauber und stets solide. Ihm gelingt es ebenfalls seinen Charakteren einen Wiedererkennungswert in allen Zeitebenen zu verpassen.

Er verwendet auch sehr viel einzelne Striche und Schraffuren um Schatten, Falten & Co. anzudeuten und benutzt Rasterfolie in einer ausgewogenen Menge je nach Situation. Die Hintergründe sind in der Regel sehr detailliert und laut eigenen Angaben verwendet er auch oft Fotos als Hilfe.

 

Die Cover wurden bei uns teilweise vom Original übernommen – so sind die Figuren auf dem Cover vom Original, der Rest wurde aber von Panini selbst eher etwas unkreativ hin geklatscht.

Druck, Bindung, Schutzumschlag und vereinzelte Farbseiten sind jedoch in guter Qualität aufgelegt worden und erfüllen hier mein Buchliebhaberherz mit Freude.

Zusammen mit dem 22. Band von "20th Century Boys" ergeben sie ein kompletes Bild

Um noch kurz zu erläutern warum ich diesmal direkt beide „Serien“ auf einmal reviewt habe: 20th Century Boys hat kein richtiges abschließendes Ende, anscheinend hat Urasawa die Serie vorzeitig abgebrochen – ein paar Monate später zeichnete er aber dann 21st Century Boys und beendete die Serie damit. Für mich wirkte 20th Century Boys tatsächlich etwas unfertig und da 21st Century Boys lediglich zwei Bände hat, die direkt an den „Vorgänger“ anschließen, hab ich beides zusammen gepackt ;)

 

Wer auf verschlungene Stories mit Spannung und auch Drama und Action steht, dem kann ich den Manga nur wärmstens empfehlen

 

Der Manga bekommt von mir 5 von 5 Century Boys =)

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Thu, 04 May 2017 20:08:40 CEST <![CDATA[Battle Angel Alita: Other Stories (Manga)]]> Das Cover von "Battle Angel Alita: Other Stories"

 

Eckdaten:

Originaltitel: Gunnm Gaiden

Titel auf Japanisch: 銃夢外伝

Story & Zeichnung: Yukito Kishiro

Verlag: Carlsen

Erscheinungsdatum: 5/2009 (in Japan 12/2007)

Preis: 7,95€

ISBN: 978-3-551-78454-4

Anzahl der Bände: 1 (abgeschlossen)

 

Über den Manga/Mangaka:

Heute mache ich dann also mit dem Einzelband Battle Angel Alita: Other Stories weiter =)

 

Über Yukito Kishiro sage ich an dieser Stelle nichts mehr, wer mehr wissen will, kann ja schnell zum Review von Battle Angel Alita rüberswitchen ;)

Battle Angel Alita: Other Stories besteht aus vier kurzen Stories, wobei drei von ihnen bereits 1997 in mehreren Ausgaben der Zeitschrift Ultra Jump veröffentlicht wurden. Als dann geplant war, daraus einen Band zu machen, hat Yukito Kishiro 2007 noch eine vierte Story gezeichnet um dem Band mehr Fülle zu verleihen (vorab wurde die Geschichte wieder in der Ultra Jump veröffentlicht).

Drei der Geschichten spielen während der Zeit von Battle Angel Alita, während die letzte Story bereits in Battle Angel Alita: Last Order angesiedelt ist, an dem Yukito Kishiro bereits seit 2000 arbeitete.

Den vier Geschichten geht eine Jahrestabelle voraus, die grob erzählt was sich in den Jahren 1066 n. Chr. bis 2547 n. Chr. alles ereignet hat – ergo auch sämtliche einschneidende Erlebnisse von Alita.

Die Rückseite des Manga Die Jahrestabelle gibt einen Überblick über wichtige Ereignisse im "Alita-Universum"

Der Band ist leider nicht mehr neu zu bekommen, kann aber gebraucht noch zu einigermaßen vernünftigen Preisen erstanden werden.

 

Inhalt:

In der Kurzgeschichte Stille Nacht, heilige Nacht trifft Ido, der erst seit kurzem in Schrottstadt lebt und sich gedanklich noch nicht ganz von Zalem getrennt hat, auf ein Mädchen, das von einem monströsen Cyborg verfolgt wird. Er hilft ihr und nimmt sie mit zu sich und seinem Kumpel Gonzo – da sich das Mädchen an nichts zu erinnern scheint und sich auch nicht richtig artikulieren kann, tauft er sie kurzerhand „Carol“ und kümmert sich um sie. Parallel versucht er in Schrottstadt Fuß zu fassen, jedoch kommt er mit den Cyborgs noch nicht ganz zurecht und er möchte lieber eine Klinik für Menschen als für Cyborgs haben.

Als Carol sich bereits eingelebt und auch sprechen gelernt hat, taucht der monströse Roboter wieder auf...

Ido trifft auf Carol Ido erzählt Carol von seinem Traum Dr. Dedekind lässt Ido mit seinen chirurgischen Fähigkeiten für sich arbeiten

Die zweite Kurzgeschichte Sonic Finger spielt nach Alitas Kampf gegen Jashugan, den Kaiser des Motorballs. Hier zeigt sich Alita von einer recht ruhigen Seite, sie arbeitet zwar weiterhin als Hunter Warrior scheint aber ein friedliches Leben zu leben. Eines Tages wird sie angegriffen und mit einer Kugel aus einem Kugellager verletzt – niemand weiß wer sie angegriffen hat und durch die Kugel kann man auch niemanden ausfindig machen, da nur Schusswaffen registriert und verfolgt werden.

Über einen Informanten erfahren Alita und ihre Hunter-Kollegen, dass es sich dabei um den berühmt berüchtigten Cyborg Sonic Finger handeln muss – Alita fordert den Rivalen zum Kampf heraus um der Sache ein Ende zu bereiten...

Alita arbeitet weiterhin als Hunter Warrior Alita trifft auf einen mysteriösen Fremden

Mit 25 Seiten die kürzeste Geschichte in dem Band, ist Heimat – sie handelt von einem der Deckmen der Factory und Alita, die in dieser Zeit als Tuned arbeitet. Der Deckman überlebte einen offenbar feindlichen Angriff auf Soldaten in der Wüste abseits von Zalem. Als er einem verwundeten Soldaten Benzin statt Wasser bringt, macht er sich mit einem Helm in der Hand auf die Suche nach Wasser und wandert Tag und Nacht durch die Wüste. So kommt er schließlich ans Meer und trifft dort auf spielende Kinder, doch er weiß nicht, dass Alita bereits an seinen Fersen klebt...

Deckman 50 auf der Suche nach Wasser

Die letzte Geschichte in dem Band ist die Bar-Jack-Rhapsodie und wie es der Name schon verrät geht es um die Gruppierung der Bar Jack. Die Geschichte ist in Band zwei von Battle Angel Alita: Last Order angesiedelt und erzählt Koyomis Geschichte nach dem Tod von Den und wie sie versucht als Fotografin Fuß zu fassen. Doch sie muss feststellen, dass es gar nicht so einfach ist und plötzlich tauchen Gerüchte über Dens Rückkehr auf. Sie ist fest entschlossen ihren Anführer ausfindig zu machen.

Tatsächlich sieht sie ihn, doch er vernichtet seine vermeintlichen Anhänger und nur Koyomi überlebt die Attacke. Sie trifft auf einen seltsamen Alten, der ihre Kamera reparieren will und sie freundet sich mit ihm an. Doch dann gerät sie in die Fänge einer seltsamen Gruppierung, die ein Double von Den haben und möchte sie für ihre Zwecke gewinnen...

Koyomi versucht sich als freie Fotografin Koyomi versucht ihr Leben auf die Reihe zu bekommen

Wie die Geschichten um Ido, Carol, Alita, Sonic Finger, den Deckman und Koyomi zu Ende gehen, erfahrt ihr in dem spannenden Einzelband ;)

 

Eigene Meinung:

Dieser Einzelband ist ein schönes Bindeglied zwischen Battle Angel Alita und deren Nachfolgerserie Battle Angel Alita: Last Order – er erzählt einige Szenen, die bisher nie vor kamen und wo man sich vielleicht doch hin und wieder gefragt hat, was machte Ido eigentlich bevor er Alita traf, oder was machte Alita nach dem Kampf gegen Jashugan? Hier werden die Fragen zumindest ein bisschen beantwortet ;)

Ich hoffe, ich habe noch nicht zu viel über die Geschichten verraten, wollte aber unbedingt zu jeder der vier Kurzgeschichten etwas schreiben.

Die Geschichten haben alle einen mehr oder weniger melancholischen Grundton, was vermutlich dem Gesundheitszustand von Yukito Kishiro zugeschrieben werden kann, trotzdem sind sie alle sehr schön und lesenswert und beleuchten manche Dinge anders als bisher.

 

Zeichnerisch merkt man einen deutlichen Sprung zwischen Battle Angel Alita und den Kurzgeschichten – der Stil hat sich zu mehr klaren und starken Linien, zu mehr simplem Schwarz und Weiß hin verändert und inzwischen wurde auch schon auf digitale Nachbearbeitung umgestellt (ab Sonic Finger); das sieht man sofort, tut aber der Geschichte und dem Stil – meiner Meinung nach – keinen Abbruch.

 

Im Anhang des Manga bekommt man Infos vom Zeichner zu den einzelnen Geschichten, wo sie zeitlich einzuordnen sind, aber auch zu Alita und Last Order selber – er erzählt ebenfalls über seinen Gemütszustand, wegen dem er lange Zeit nicht zeichnen konnte und sich mit den drei ersten Kurzgeschichten erst wieder aufs Zeichnen eingestellt hat, bevor er Last Order startete.

 

Druck und Bindung stehen hier dem Vorgänger in Nichts nach – die farbigen Seiten und das Cover wurden wunderbar frisch gestaltet und gedruckt.

 

Die Kurzgeschichtensammlung rund um das „Alita-Universum“ ist für Alita-Fans sicher Pflicht, für Neugierige aber auch kein Fehler – allerdings kennt man dann halt die Umstände nicht und sollte sich lieber erst der Grundstory widmen, empfehlenswert ist sie aber allemal ;)

 

Der Manga bekommt von mir 4 von 5 Cyborgs =)

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Thu, 13 Apr 2017 15:44:01 CEST <![CDATA[Battle Angel Alita (Manga)]]> "Battle Angel Alita" Band 1 bis 9 (komplett)

 

Eckdaten:

Originaltitel: Gunnm

Titel auf Japanisch: 銃夢

Story & Zeichnung: Yukito Kishiro

Verlag: Carlsen

Erscheinungsdatum: 5/1996 bis 7/2001 (in Japan 11/1990 bis 3/1995)

Preis: 9,95DM

ISBN: 978-3-551-74751-8 (Band 1)

Anzahl der Bände: 9 (abgeschlossen)

 

Über den Manga/Mangaka:

Und wieder stelle ich ein bereits älteres Werk vor, das durchaus Ruhm verdient hat. (Args, entschuldigung, ich lese derzeit hauptsächlich ältere Manga ^^“)

 

Yukito Kishiro wurde 1967 in Tokyo geboren, er zeichnet von Kindesbeinen an und legte mit 17 Jahren bereits ein Werk vor (Kikai), für das er vom japanischen Verlag Shogakukan mit dem Nachwuchspreis ausgezeichnet wurde. Mit Battle Angel Alita hatte er 1990 seinen richtig großen Durchbruch, der nur knapp 6 Jahre später zu uns herüberschwappte. Bevor er 2000 die Nachfolgerserie Battle Angel Alita: Last Order begann, zeichnete er weitere kürzere Manga wie Aqua Knight, Haisha und bereits einzelne Stories für Battle Angel Alita: Other Stories.

Aktuell zeichnet er an Battle Angel Alita: Mars Chronicle, was sowohl ein Prequel ist, als auch nach der Zeit von Last Order spielt.

Alle Alita-Serien wurden bzw. werden hierzulande von Carlsen Comics/Carlsen Manga verlegt. Die erste Ausgabe wurde in großformatigen dünnen Comicheften veröffentlicht – diese Ausgabe ist gespiegelt und wurde nach 12 Bänden eingestellt. Ab 2000 erschien der Manga dann in japanischer Leserichtung und im Taschenbuchformat erneut. Zusätzlich gibt es eine Special Edition mit einem Schuber zu den neun Taschenbüchern.

Das Cover von "Battle Angel Alita" Die Rückseite des Manga

Die komplette Serie kann man leider nur noch gebraucht erstehen, da sie aus Lizenzgründen nicht mehr nachgedruckt werden konnte – der Großteil der Bände pendelt sich deswegen inzwischen bei einem Preis zwischen 20 und 40€ ein und ist damit leider nicht mehr ganz so günstig zu haben. Am Besten hält man hier nach einem Komplettset Ausschau, das ist dann die günstigere Alternative.

Allerdings hat Carlsen eine vierbändige Perfect Edition der Serie angekündigt, die vermutlich noch Ende diesen Jahres starten wird und neue Bilder und endlich farbige Seiten haben soll =)

 

Inhalt:

Daisuke Ido ist ein Arzt für Cyborgs und andere künstliche Intelligenzen und lebt in Schrottstadt – einer Stadt in der viele arme Menschen und Cyborgs leben. Eines Tages findet er auf dem Schrottplatz den gut erhaltenen Kopf eines weiblichen Cyborgs. Er nimmt ihn mit nach Hause und beginnt ihn zu reparieren – es stellt sich heraus, dass das Mädchen sich nicht an seinen Namen oder seine Vergangenheit erinnern kann und er tauft sie erst mal „Alita“ (nach seiner Katze).

Ido findet einen Cyborgkopf auf dem Schrottplatz Er beginnt Teile für das Cyborgmädchen zu suchen

Er beginnt ihr einen Körper zu bauen und scheint dafür nachts oft unterwegs zu sein. Alita folgt ihm in einer Nacht und findet heraus, dass er ein sogenannter „Hunter Warrior“ ist und Verbrecher jagt für die es Kopfgelder von der Factory gibt. Bei dem Kampf gegen die vermeintlich harmlose Frau stellt sich heraus, dass Alita eine uralte Kampftechnik namens „Panzerkunst“ beherrscht. Daraufhin wird Alita auch Hunter Warrior und erarbeitet sich einen Namen in der Branche.

Es gibt keine Polizei oder andere Ordnungshüter mehr, alles wird von der Factory geleitet und bestimmt – so werden auch die Hunter Warrior von der Factory „eingestellt“ und sämtliche Factory-Roboter kommen zum Einfangen oder Vollstrecken von Verbrechern.

Alita verdächtigt Ido andere Cyborgs wegen ihrer Körperteile zu ermorden In Alita schlummern alte Kräfte - die sog. "Panzerkunst"

Alita trifft auf den endorphinsüchtigen und hirnschlürfenden Makaku und kämpft gegen ihn, dabei wird jedoch ihr Körper zerstört und Makaku kann entkommen. Ido beschließt einen lange verwahrten Cyborgkörper an Alita zu verbauen und so kommt sie an ihren fast unzerstörbaren Berserkerkörper und kann weitere Kämpfe ausfechten. Es muss natürlich so kommen, dass es einen weiteren Showdown zwischen Alita und Makaku gibt ;)

Makaku frisst die Gehirne anderer, weil er süchtig nach Endorphin ist Ido hatte den Berserkerkörper lange versteckt weil er so mächtig ist

Eines Tages lernt Alita den Jungen Hugo kennen, dessen größter Wunsch es ist nach Zalem zu gelangen – die riesige Stadt, die über dem Schrottplatz schwebt und die mit Versorgungs- und Abfallleitungen mit ihm verbunden sind. Hugo arbeitet dafür hart, macht aber auch illegale Geschäfte um schnell an Geld zu kommen und setzt wirklich alles daran dort hinauf zu kommen. Alita verliebt sich in den zielstrebigen Jungen und versucht ebenfalls mehr Kopfgelder für Verbrecher einzusacken um mit Hugo nach Zalem zu können. Doch dann verliert Hugo den größten Teil seines menschlichen Körpers und wird von Ido zum Cyborg umgebaut – in seiner Verzweiflung, unbedingt nach Zalem zu kommen, beginnt er an einem der Versorgungsrohre hochzuklettern...

Alita beginnt sich in Hugo zu verlieben

Kann Alita Hugo aufhalten? Ist Zalem überhaupt dieses Paradies für das es alle halten? Was steckt hinter der ominösen Factory und ihren Regeln? Und welches Geheimnis verbirgt sich hinter Alitas vergessenen Erinnerungen?

Für diese und weitere Antworten müsst ihr wohl oder übel Alita auf ihrer Reise begleiten ;)

 

Eigene Meinung:

Auch Battle Angel Alita begleitet mich schon ziemlich lange, ebenso die Nachfolgerserien (Reviews folgen bald), und gehört für mich zum „guten alten Stamm“ der Mangaszene.

 

Zugegeben der grobe Inhalt bietet bei weitem nicht das, was die Serie kann und vielleicht fragt sich der eine oder andere, ob der Manga denn tatsächlich so gut sein soll – der Einstieg an sich ist schon recht spannend, auch wenn man merkt, dass der Zeichner zu dem Zeitpunkt selbst noch nicht ganz wusste, wo er mit der Story hin will. Man begleitet Alitas Abenteuer und ihre spätere Reise stets mit und wird dennoch über manche Dinge lange im Unklaren gelassen – zum Grübeln bietet der Manga also ebenso viel Potential wie es spannende Kampfszenen hat ;)

Zwischendrin hat der Manga zwar einen – für mich – etwas langatmigen Storyteil, legt aber dann bei der Mitte wieder ordentlich vor und hat ein sehr spannendes Ende. Der Manga bietet für Fans von Sci-Fi, Action und Endzeitszenarien doch eine ganze Menge Story und sollte nicht nur oberflächlich betrachtet werden.

Am Ende jeden Bandes gibt es Informationen über die Factory, Zalem usw. und man kann so besser verstehen wie die Abläufe dort sind.

 

Der Zeichenstil ist sehr eigentümlich und manchmal vielleicht etwas wild weil Yukito Kishiro viel mit Schraffuren anstelle von Rasterfolie arbeitet. Alitas Design – besonders ihr Mund – spaltet die Meinungen über den Stil. Früher fand ich ihn auch nicht so pralle, das geb ich zu, inzwischen mag ich ihn aber ganz gern. Wunderbar werden jedenfalls sämtliche mechanische Sachen gezeichnet und so kann man Alita und andere Cyborgs in ihrer ganzen Pracht erleben. Hintergründe und ähnliches werden, je nach Szene, mal mehr und mal weniger ausgeführt, sind aber in der Regel detailliert.

 

Die farbigen Cover wurden dem Original entnommen und ergeben so zwar im Regal ein buntes Gemisch sind aber allesamt schön anzusehen. Generell sind Druck und Bindung sehr gut ausgeführt worden und auch das Lettering ist gut.

Einziger Knackpunkt sind ein paar der Namen. Daran ist jedoch nicht der deutsche Publisher schuld, sondern bereits die US-Ausführung des Manga. Im Original heißt Alita nämlich Gally, aber da dem us-amerikanischen Publisher dieser Name zu sanft klang wurde er geändert – IMO nicht die schlechteste Änderung, da ich Alita persönlich schöner finde. Auch der Junge Hugo heißt eigentlich Yugo, aber das kann man verschmerzen. Schön ist, dass es hier einheitlich weiter ging und die Publisher sich bei den Nachfolgerserien nicht plötzlich um entschieden und den japanischen Originalnamen verwendet haben.

 

Wer also auf geballte Cyborg-Action steht sollte unbedingt in die neue Auflage von Carlsen mal reinschauen ;)

 

Der Manga bekommt von mir 4 von 5 Cyborgs =)

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